Yosemite Nationalpark, Kalifornien
Yosemite Nationalpark, Kalifornien

Einleitung & Überblick

Im Jahre 1890 wurde das Gebiet schon zum Nationalpark erklärt, um einen Teil der Central Sierra Nevada, die sich an Kalifornien’s Ostflanke entlangstreckt, zu schützen. Zuvor war ein Teil des heutigen Parks bereits von Abraham Lincoln im jahre 1864 ‚reserviert‘ worden, um es zu schützen. Als dann im Jahre 1890 der Yosemite Nationalpark gegründet wurde, kam noch die Region Tuolumne Meadows sowie das High Country, die Hochregionen dazu.
Viele Besucher sind spontan an die Alpen erinnert, wenn sie den Yosemite Park besuchen, aber trotz einer vielleicht ansatzweisen Ähnlichkeit wird man schnell die Vielfalt und Unterschiedlichkeit feststellen.
Die Höhenunterschiede reichen von 600 m bis knapp 4.000 m und daher ist die Jahreszeit entscheidend, in wie weit man den Park erkunden kann.
Folgende Strassen sind wegen Schnee von ca. Oktober bis manchmal hinein in den Juni geschlossen: Tioga, Glacier Point sowie Mariposa Grove.

Trotz teilweiser heftiger Gewitter ist der frühe Sommer die Jahreszeit der Wahl, wenn es um einen Besuch im Yosemite Park geht. Man kommt dann richtig in den Genuss der vielfältigen alpinen Landschaften, kann die Riesenbäume, genannt Sequoia Trees bewundern, daneben Wasserfälle (verpassen Sie nicht den 739 m hohen Yosemite Falls, die im Mai/Juni am gewaltigsten sind und im August manchmal schon ausgetrocknet sind) und das durch Gletscher geformte Yosemite Valley. Dies alles geht bei angenehmen Temperaturen besser als im Winter, wenngleich es milde Winter sind.
Zwischen Januar und März sind die nassesten Monate und wenig Besucher kommen in den Park.
Im Juni beginnt der richtige Tourismus und findet Juli, August seinen Höhepunkt, was zu heftigen Autoschlangen im Park führen kann. Ein Vorteil für den Besucher, der sich so ca. Juni hier einfindet ist, dass er eine gute Chance hat, die blühenden Wildblumenwiesen des Yosemite Valleys oder Wawona’s zu sehen. Etwas später ab Juli, August blüht es überall auf den Tuolumne Meadows. Neben Wandern kann man selbstverständlich Radtouren unternehmen, Schwimmen, Rafting Touren machen, Klettern, Fischen, geführte Reittouren unternehmen und sogar im Winter am Badger Pass Ski laufen.
Tierbeobachtung gehört für viele Besucher zu den Hauptgründen den Park zu besuchen. Der Yosemite Park hat eine weitreichende Reputation für seine braunfelligen Bewohner, die Bären.
Ranger werden alle Besucher immer wieder darauf hinweisen, im besonderen wenn sie Camping machen, jegliche Lebensmittel in Bären-sicheren Behältern, einer Art Schliessfach im Wald, wegzusperren. Autos werden regelmässig – i.d.R. nachts, mit Leichtigkeit von Bären aufgebrochen. Grund: angebrochene Cola-Flaschen, alte Fast-Food Verpackungen etc. ziehen die Tiere an, die im Laufe der Jahre gelernt haben, sich dies zu Nutzen zu machen.

Wenn Sie wandern, dann gilt es hier wie in allen anderen Regionen, wo Bären vorkommen, dass man mit möglichst viel Geräuschkulisse wandert, z.B. Glöckchen am Rucksack befestigt. Viele Infos zu Bären können die Ranger geben.
Die Landschaft des Yosemite Parks wird in drei Kategorien eingeteilt:

  • Alpine Wilderness (Hochlagenregion)
  • Wälder (Haine) mit Giant Sequoias (Riesenbäume, Mammutbäume)
  • das Yosemite Valley (Tal)

200 Meilen (320 km) Straßen stehen dem Besucher zur Verfügung und zeigen wie groß der Park ist. Der Yosemite Park ist ein Auto-freundlicher Park, d.h. weitestgehend können die Sehenswürdigkeiten per Auto erforscht werden. Allerdings arbeitet der Park darauf hin, dass mehr und mehr Besucher auf die kostenlosen Shuttle Busse umsteigen, vor allem in der Sommer Hochsaison. Einerseits schützt man die Umwelt und andererseits ist das Verkehrsaufkommen teilweise so hoch, dass selbst=fahren schon keinen Spaß mehr macht.

Auch wenn man den Park gut mit dem Fahrzeug erkunden kann, so wird man das richtige Gefühl und den perfekten Yosemite Eindruck erst bekommen, wenn man einige der Trails (Wanderwege) macht. Das Spektrum reicht von ‚Mini-Wanderungen‘ von wenigen Hundert Metern bis zu Mehrtages Touren.

Im Visitor Center des Park kann man sich informieren. Manche Ranger sprechen sogar deutsch, wenn Sie Glück haben.

Anfahrt

Der Park ist ganzjährig geöffnet, aber seine Hauptbesuchszeit ist May-September. Insgesamt sehen ca. 4-5 Mio Besucher jährlich den Park. Zwischen November und April sind viele Gegenden des Parks nicht mit dem Auto erreichbar.
Die Tioga Rd (Hwy 120 queer durch den Park) sowie die Glacier Point Rd sind geschlossen bis Ende Mai, manchmal sogar bis in den Juni hinein.

Es gibt 4 Eingänge in den Park: Highway 120 kommt sowohl im Westen, als auch im Osten in den Park. Highway 140 kommt im Westen herein und Highway 41 im Süden.

Visitor Center

Das Yosemite Valley Visitor Center ist ganzjährig offen. Daneben gibt es noch: Tuolumne Visitor Center am Tioga Pass, wenn man von Osten herein kommt.

Beste Reisezeit

Juni, Juli, August, September sind die Monate, in denen alle Parkbereiche geöffnet sind, was die Strassen einschliesst.
Randmonate wie Mai und Oktober haben bereits Einschränkungen. In den restlichen Wintermonaten sind weite Teile des Parks für Autos nicht erreichbar.
Yosemite National Park ist generell ganzjährig geöffnet.

Frühling
(April & Mai) Die beste Zeit für Wasserfälle!
Bereiche des Parks: Während Yosemite Valley und Wawona ganzjährig erreichbar bleiben mit dem Auto, bleiben die Tioga sowie Glacier Point Road geschlossen (oft bis Ende Mai). gelegentlich werden Ketten vorgeschrieben.

Klima: Sehr unterschiedlich: Spektrum reicht von sonnigen, warmen Tagen bis hin zu Eisregen- und Schneestürmen.
Yosemite Valley & Wawona (4,000 ft / 1,200 m): 69°F (21°C) / 39°F (4°C)

Flüsse & Wasserfälle: Sowie das Wetter etwas wärmer wird, führt auch der kleinste Bach Wasser. Sie können viele kleine Wasserfälle entlang des Tales entdecken, die oft gar keinen Namen tragen. Die grossen, bekannten Wasserfälle werden am stärksten im Mai und Juni sein.

Wildblumen: Die Saison startet Mitte / Ende Mai.

Sommer
(Juni bis September)
Es ist die Hauptsaison des Parks.
Alle Bereiche des Parks sind offen.
Klima: Warm bis heiss mit gelegentlichen Regefällen, gewöhnlich in der Form von Nachmittags Gewittern. Yosemite Valley & Wawona (4,000 ft / 1,200 m): 87°F (31°C) / 51°F (10°C) Flüsse & Wasserfälle: Alle Flüsse führen Wasser und somit sind alle Wasserfälle präsent. Je später im Sommer, desto weniger Wasser ist zu erwarten und Wasserfälle verschwinden. Yosemite Falls kann im Augsut bereits komplett trocken und nicht existent sein. Vernal, Nevada und Bridalveil existieren ganzjährig, aber es kann auch spärlich sein.
Wildblumen: Yosemite Valley & Wawona: beste Zeit ist der Juni.
Tuolumne Meadows: beste Zeit ist der Mitte- / Spätsommer (ab Juli), um die alpinen Blumen zu sehen.

Herbst
(Oktober & November)
Noch immer eine schöne Zeit und dazu noch kaum Besucher. man ist schon ganz schön alleine.
Die meisten Parkbereiche bleiben bis Ende Oktober offen und man hat gute Chance, den Park erforschen zu können. Tioga Road wird allerdings oft Ende September schon geschlossen. Für Yosemite Valley und Wawona besteht Zugang das ganze Jahr über, allerdings muss man im Winter Schneeketten mitführen, da diese dann gelegentlich vorgeschrieben werden.
Klima: Sehr unterschiedlich. Das reicht von sonnig warm bis regnerisch oder verschneit.
Yosemite Valley & Wawona (4,000 ft / 1,200 m): 54°F (12°C) / 35°F (2°C)
Flüsse & Wasserfälle: Wasser wird sehr knapp und Yosemite Falls wird entweder wenig oder kein Wasser führen. Vernal, Nevada und Bridalveil existieren ganzjährig, aber es kann auch spärlich sein.
Herbstfarben: Yosemite ist bekannt für seine schöne Herbststimmung und die Farben der Blätter. Allerdings sind die meisten Bäume im Park Nadelbäume, so dass man keine Verfärbung sehen wird.

Winter
(Dezember bis März)
Viel Schnee und Ruhe.
Badger Pass Ski Area ist bekannt für gute Langlauf Möglichkeiten.
Klima: Winter im Yosemite sind schneereich und kalt. Oft jedoch sonnig.
Yosemite Valley & Wawona (4,000 ft / 1,200 m): 53°F (12°C) / 28°F (-2°C)
Flüsse & Wasserfälle: Wasserstände sind niedrig aber sobald er erste Schnee sowie Regen gefallen sind, beginnt Yosemite Falls wieder stärker zu fliessen.

Durchschnittstemperaturen und Niederschlag für Yosemite Valley (4,000 feet / 1,220 m)

MonatMaximumMinimumNiederschlag
 (F / C)(F / C)(inches / cm)
January49/926/-36.2/15.7
February55/1328/-26.1/15.5
March59/1531/05.2/13.2
April65/1835/23.0/7.6
May73/2342/51.3/3.3
June82/2848/90.7/1.8
July90/3254/120.4/1.0
August90/3253/110.3/0.8
September87/3047/80.9/2.3
October74/2339/42.1/5.3
November58/1431/05.5/14
December48/926/-35.6/14.2

Eintritt

Pro Pkw $35.oo / Motorrad $30.oo / Zu Fuß oder Rad: $20.oo — Eintritt gültig für 7 Tage. 
Tipp: Denken Sie über einen Nationalpark Jahrespass nach, denn ab 3 Parks kann man bereits sparen und Motorradgruppen können mit 2 Motorrädern auf einen Pass in die Parks kommen.

Campingplätze

Es gibt ca. 13 Campgrounds im Park. Die Hälfte der Campgrounds kann reserviert werden und bei den anderen geht nach der Regel, wer zuerst kommt, …. Genannt „first-come, first-served basis“.
Von April bis September wird empfohlen eine Reservierung zu machen, weil dies die Hochsaison ist. Die Plätze, die nicht reserviert werden können, füllen sich oft bereits um die Mittagszeit.

Alle Infos zum Camping inklusive Reservierungslink auf der offiziellen Yosemite National Park website: https://www.nps.gov/yose/planyourvisit/campgrounds.htm

Park Website (englisch)

www.nps.gov/yose/

Yosemite Nationalpark, Kalifornien
Yosemite Nationalpark, Kalifornien

Was man im Yosemite Nationalpark ansehen sollte…

Tuolumne Meadows, Wildblumen Wiesen, Wasserfälle

Beginnen Sie Ihren Aufenthalt mit einem Besuch des Visitor Centers (Besucherzentrums) in Yosemite Village, wo sie eine Ausstellung über die Geschichte von Yosemite erwartet. Parkranger geben Ihnen gerne Auskunft und sind nach Möglichkeit behilflich.
Zur Einstimmung sollten Sie sich den Film „The Spirit of Yosemite“ anschauen, der halbstündlich im Auditorium hinter dem Visitor Center gezeigt wird. Sehen Sie sich auch das Indianerdorf hinter dem Visitor Center an. Das Indian Cultural Museum informiert über die Kulturgeschichte der Miwok- und Paiute-Stämme, den ursprünglichen Bewohnern des Tals. Die Museumsgalerie enthält Ausstellungen verschiedener Künstler, die Yosemite zum Gegenstand ihrer Kunst machten.

Der schmale Schlauch des Yosemite Valleys mit seinen begrenzenden Felswänden ist einer der Lieblingspunkte von Besuchern, die entweder wegen der herrlichen, hohen Wasserfälle des Valleys oder den Wildblumenwiesen kommen.

Beides hat seinen größten Reiz im Juni-Juli, wenn die Schneeschmelze die Wasserfälle anschwellen lässt und den Blumensamen Energie zum Keimen gibt.

Mehr als 50 Meilen entfernt liegt ein anderes und andersartiges Wildblumenparadies, es ist Tuolumne Meadows mit seiner alpinen Note. Die Blütezeit ist wegen der Höhe (ca. 2.500 m) leicht verschoben und man wird im Juli und August auf seine Kosten kommen.
Ein traumhaftes Gebiet zum Wandern und Klettern.

Auf dem Weg dorthin kommt man noch in Tuolumne Groves vorbei und das bedeutet Staunen vor den riesigen Giant Sequoia Trees.

Auch in Mariposa Grove (ca. 35 Meilen entfernt von Yosemite Valley), stehen die Riesen, darunter „Grizzly Grant“, der der älteste Vertreter in Mariposa sein soll.
Wer sich mehr dafür interessiert, dem bieten das Museum hier und ein umgestürzter Baum Gelegenheit, sich darin zu vertiefen.
Mehr zum Thema Baum gibt es auch im Wawona Basin zu sehen. Es handelt sich um den Wawona Tree, den man einst im Jahre 1881 durchtunnelte, einfach, um Besuchern etwas zu bieten.
Im Winter 1968/69 stürtze der vermutlich Tausende Jahre alte Riese mit mehr als 70 m dann um. Wawona ist für noch mehr ‚Altes‘ zuständig: besuchen Sie das historische Wawona Hotel und sehen Sie andere historische Gebäude.

Beginnen Sie Ihren Besuch auf jeden Fall im Visitor Center beginnen, dort können Sie sich mit Karten und Infomaterial versorgen um damit die Gegend ergründen.

Yosemite Valley

North American Wall des El Capitan gesehen vom Valley Floor Loop Trail
North American Wall des El Capitan gesehen vom Valley Floor Loop Trail

Wenn Sie im Yosemite Valley ankommen, dann sollte man erst einmal parken und ins Visitor Center gehen. Die zu gehenden Distanzen im Valley sind nicht zu groß und man hat ebenfalls die Möglichkeit den Shuttle Bus zu nehmen, der einen bequem zu den interessanten Stellen bringt. Falls man nur einen Tag Zeit hat, was für den Park sehr wenig ist, aber natürlich vorkommt, dann ist es das beste auf dem Parkplatz bei „Curry Village“ zu parken und die Aktivitäten von hier aus zu starten.

Oft bezeichnet als „das unvergleichliche Tal“ („The Incomparable Valley“), ist Yosemite Valley wohl eines der weltweit bekanntesten Beispiele für ein Gletschertal. Mit seinen tosenden Wasserfällen, steilen Granitwänden, rundgeschliffenen Felskuppen und mächtigen Felsblöcken ist es ein echtes Naturwunder. Seit dem Naturforscher John Muir (1838 – 1914) haben sich Dichter, Maler, Fotografen und Millionen von Besuchern über 150 Jahre an der Schönheit des Tals begeistert.

Das Yosemite-Tal zeichnet sich durch Steilwände und einen flachen Talboden aus. Die Entstehung begann, als sich während der Eiszeiten alpine Gletscher ihren Weg durch den Canyon des Merced River bahnten. Das Eis hobelte und scheuerte weicheren Granit ab, ließ aber die härteren Teile als isolierte Blöcke, wie z.B. El Capitan oder Cathedral Rocks, stehen. Durch die Gletschermassen wurde der Canyon, den der Merced bereits vorher durch die Auffaltungen der Sierra Nevada hindurch geformt hatte, wesentlich verbreitert. Als die Gletscher schließlich zu schmelzen begannen, riegelte die zurückgelassene Endmoräne das Schmelzwasser ab, so dass das Wasser in dem neuen, U-förmigen Tal einen See bildete. Sedimentablagerungen füllten diesen prähistorischen Lake Yosemite im Laufe der Zeit und ließen den heutigen flachen Talboden entstehen. Derselbe Vorgang wiederholt sich gegenwärtig im Mirror Lake am Fuße des Half Dome.

Im Gegensatz zum Yosemite Valley wurde der westlich des Parks gelegene Bereich des Merced Canyon (entlang des Highway 140) nicht von den Gletschern erreicht. Aus diesem Grunde besteht hier ein typischer, durch ein Flussbett geprägter V-förmiger Canyon.

Das Yosemite-Tal ist heute ein Mosaik von mit Wildblumen und Sträuchern übersäten Wiesen, Eichenwäldern sowie Nadelwäldern mit Mischbeständen von Gelbkiefer, Flusszeder (Rauchzypresse) und Douglasie. Viele Tierarten, vom Monarchfalter bis zu den Maultierhirschen und Schwarzbären, finden in den verschiedenen Lebensräumen ihr Zuhause. Von den Steilwänden stürzen zahlreiche Wasserfälle ins Tal herunter. Im Mai und Juni führen sie in der Regel das meiste Wasser; im August und September hingegen fallen einige ganz trocken. Neben den Yosemite Falls, mit 739 Metern die fünfthöchsten Wasserfälle der Welt, zählen Bridalveil (189 Meter), Vernal (97 Meter), Nevada (181 Meter) und Illilouette Falls (113 Meter) zu den beeindruckenden Sehenswürdigkeiten des Parks. Beginnen Sie Ihren Aufenthalt mit einem Besuch des Visitor Centers (Besucherzentrums) in Yosemite Village, wo sie eine Ausstellung über die Geschichte von Yosemite erwartet. Parkranger (Parkwächter) geben Ihnen gerne Auskunft und sind nach Möglichkeit behilflich. Zur Einstimmung sollten Sie sich den Film „The Spirit of Yosemite“ anschauen, der halbstündlich im Auditorium hinter dem Visitor Center gezeigt wird. Sehen Sie sich auch das Indianerdorf hinter dem Visitor Center an. Das Indian Cultural Museum informiert über die Kulturgeschichte der Miwok- und Paiute-Stämme, den ursprünglichen Bewohnern des Tals. Die Museumsgalerie enthält Ausstellungen verschiedener Künstler, die Yosemite zum Gegenstand ihrer Kunst machten. Hinweis: Lassen Sie Ihren Wagen bei der Ankunft im Yosemite Valley bitte auf dem Parkplatz stehen – die Entfernungen sind gering. Machen Sie von den kostenlosen Pendelbussen Gebrauch, die den größten Teil des Tals befahren, oder gehen Sie zu Fuß. In beiden Fällen sparen Sie Benzin und schonen Ihre Nerven. Wenn Sie das Tal nur tagsüber besuchen, parken Sie Ihren Wagen bitte auf einem der speziell gekennzeichneten Tagesparkplätze (day-use parking), von wo aus ebenfalls Shuttlebusse verkehren. Wiesen, Flussufer und Eichenwälder wurden in der Vergangenheit durch menschliche Nutzung stark beeinträchtigt. Bitte respektieren Sie die Bemühungen zur Wiederherstellung der Natur und bleiben Sie auf den markierten Wegen!

Wanderungen in der Nähe des Yosemite Village Visitor Centers

Upper Yosemite Fall / Cooks Meadow
Upper Yosemite Fall / Cooks Meadow

Cook’s Meadow Loop

Einstufung: leicht
Länge / Dauer: 1,6 km Rundwanderweg, 45 Minuten.
Beschreibung: Ausgangspunkt: Visitor Center – Shuttlebus-Haltestelle 5. Dieser kurze Spaziergang bietet ihnen atemberaubende Ansichten von Half Dome, Glacier Point und den Royal Arches. Von der Shuttlebus-Haltestelle 5 (Visitor Center) gehen sie entlang des Radweges in Richtung Yosemite Falls (östlich). An der Haltestelle 6 überqueren sie die Straße (achten sie auf Autoverkehr!) und folgen dem Radweg. Halten sie sich an der Weggabelung links. Am Parkplatz der Sentinel Bridge können sie einen schönen Ausblick auf Half Dome genießen, der ihnen vielleicht von den Fotografien Ansel Adams’ bekannt ist (hierzu müssen sie den Rundweg kurz verlassen, aber es lohnt sich!). Am Parkplatz folgen sie dann dem Bohlensteg zurück über die Wiese in nördlicher Richtung. Überqueren sie die Straße und folgen sie dem Weg zurück zum Visitor Center oder der Haltestelle 5. Der Wanderweg ist rollstuhlgeeignet mit Begleitperson.

Yosemite Nationalpark -- Lower Yosemite Fall
Yosemite Nationalpark — Lower Yosemite Fall

Lower Yosemite Fall

Einstufung: leicht
Länge / Dauer: 1,7 km Rundwanderweg, 45 Minuten.
Beschreibung: Ausgangspunkt: Shuttlebus-Haltestelle 6 (Lower Yosemite Fall Trailhead) Der leichte und kurze Spaziergang auf asphaltiertem Wege belohnt Besucher mit der spektakulären Ansicht der Upper und Lower Yosemite Falls. Im Spätsommer und Herbst (Anfang August bis Anfang Oktober), nach der Schneeschmelze und vor dem Wintereinbruch, kommt der Wasserfluss in der Regel zum Erliegen. Im Frühjahr und Frühsommer müssen sie mit starker Gischt rechnen. Ein kleiner Abstecher am Anfang des Weges führt sie zu John Muirs erster Wohnstätte am Yosemite Creek. Der östlich der Wasserfälle gelegene Teil des Wanderweges ist rollstuhlgeeignet, der westliche Teil rollstuhlgeeignet mit Begleitperson.

North American Wall des El Capitan gesehen vom Valley Floor Loop Trail
North American Wall des El Capitan gesehen vom Valley Floor Loop Trail

Valley Floor Loop

Einstufung: mäßig
Länge / Dauer: 20,9 km Gesamtstrecke, 5 bis 7 Stunden
10,5 km halbe Strecke, 2,5 bis 3,5 Stunden
Beschreibung: Ausgangspunkt: Lower Yosemite Falls Wanderweg, Shuttlebus-Haltestelle 6, alternativ: überall entlang des Wanderweges. Diese Wanderung durch das Tal führt sie entlang einer Vielzahl der ersten Wege in Ost-West-Richtung und der alten Wagenstrecken. Wenn sie die Halbstrecke laufen wollen, queren sie das Tal nahe der El Capitan Crossover Road. Für die volle Strecke gehen sie weiter bis zum Bridalveil Fall. Der Valley Floor Loop ist eine oft vernachlässigte Wanderroute, die ihnen Ruhe (solitude!) bietet, trotz eventuell gelegentlicher Schwierigkeiten, die genaue Wegstrecke zu finden. Sie wandern durch Wiesen, Wälder und entlang des Merced River. Entlang des Weges werden sie durch hervorragende Ausblicke auf Sentinel Rock, Cathedral Rocks, Bridalveil Fall, El Capitan, die Three Brothers und Yosemite Falls belohnt.

Mit dem Auto erreichbare Wanderwege

Yosemite Nationalpark -- Bridal Veil Fall
Yosemite Nationalpark — Bridal Veil Fall

Bridal Veil Fall

Einstufung: leicht
Länge / Dauer: 800 Meter Rundwanderweg, 20 Minuten.
Beschreibung: Ausgangspunkt: Bridal Veil Fall Parkplatz – Wanderweg Der asphaltierte Weg führt sie vom Parkplatzbereich zum Fuß des Wasserfalls, der meistens das ganze Jahr über fließt. Der Rückweg führt über die selbe Strecke. Starke Gischt im Frühjahr und Frühsommer. Der Wanderweg ist rollstuhlgeeignet mit Begleitperson.

Panorama Trail

Einstufung: mäßig
Länge / Dauer: 13,7 km Wegstrecke, Abstieg ins Tal (-975 Höhenmeter); 6 Stunden
Beschreibung: Ausgangspunkt: Panorama Trailhead, Glacier Point. Wie der Name schon andeutet, bietet diese Wanderung grandiose Panoramablicke des Yosemite Valley. Der Weg überquert den Illilouette Fall nach ca. 3 km und verläuft – teilweise bergauf – weiter entlang der Panorama Cliffs. Oberhalb des Nevada Fall trifft man auf die Mist und John Muir Trails, die nach Happy Isles führen. Im Sommer steht ein kostenpflichtiger Bustransport zur Verfügung. Reservierungen sind erforderlich und können an allen Tour Desks im Park vorgenommen werden.

Four Mile Trail

Einstufung: anstrengend
Länge / Dauer: 15,5 km Rundstrecke; 975 Höhenmeter, 6 bis 8 Stunden
Beschreibung: Ausgangspunkt: Four Mile Trailhead am Southside Drive. Alternativ von der Shuttlebus-Haltestelle 7, dies verlängert die Wegstrecke um ca. 800 Meter. Diese Wanderung startet nahe dem Fuß von Sentinel Rock und windet sich auf die Spitze des Glacier Point oberhalb des Yosemite Valley. Obwohl die meisten Wanderer diese Strecke hin und zurück hinlegen, bietet sich im Sommer als Alternative an, die Strecke bergauf zum Glacier Point mit dem Bus (kostenpflichtig) zurückzulegen. Im Winter ist diese Strecke aufgrund von Vereisung gesperrt.

Mit dem Shuttlebus erreichbare Wanderwege

Mirror Lake / Meadow

Einstufung: leicht
Länge / Dauer: 3,2 km Rundwanderweg bis zum See, 1 Stunde
Länge / Dauer: 8 km Wanderweg um den See herum, 2 Stunden.
Beschreibung: Ausgangspunkt: Mirror Lake Trailhead an der Shuttlebus-Haltestelle 17. Von der Haltestelle führt ein asphaltierter Wanderweg direkt bis zum Ufer des Mirror Lake. Dieser See verlandet langsam durch Sedimentablagerungen. Wanderer können hier auf einem Rundweg um den See herum weiterlaufen. Diese Strecke führt oberhalb des Sees entlang der Westseite des Tenaya Creek, überquert eine Brücke nach dem Snow Creek Trailhead und führt an der Ostseite des Mirror Lakes zurück. Bei hohem Wasserstand im Winter und Frühjahr reflektieren sich die umliegenden Felswände im Wasser des Sees. Zusätzlich kann man hier hervorragend Tiere beobachten. Informationstafeln am Rand des Weges schildern detailliert den langsamen Prozess vom See zur Wiese. Die Zufahrtstraße ist frei für Autos mit gültigem Behindertenausweis (im Visitor Center erhältlich), die Wegstrecke bis zum See ist rollstuhlgeeignet mit Begleitperson.

Happy Isles

Einstufung: leicht
Länge / Dauer: 800 Meter, 20 Minuten
Beschreibung: Ausgangspunkt: Happy Isles – Shuttlebus-Haltestelle 16 Auf dieser kurzen Wanderung gelangen Sie zum Happy Isles Nature Center. In diesem familienfreundlichen Besucherzentrum erwarten Sie Dioramen, interaktive Ausstellungselemente und ein Buchladen. Weitere kurze Wanderungen führen vom Nature Center in die unmittelbare Umgebung. Der Weg zum Nature Center ist rollstuhlgeeignet mit Begleitperson.

Yosemite Nationalpark -- Vernal Fall gesehen vom Mist Trail
Yosemite Nationalpark — Vernal Fall gesehen vom Mist Trail

Vernal & Nevada Falls

Einstufung: mäßig bis anstrengend
Länge / Dauer: Vernal Fall Fußgängerbrücke (Aussichtspunkt): 2,6 km Rundwanderweg; 120 Höhenmeter; 1,5 Stunden; mäßig
Länge / Dauer: Oberkante Vernal Fall: 4,8 km Rundwanderweg; 300 Höhenmeter; 3 Stunden; anstrengend
Länge / Dauer: Oberkante Nevada Fall: 11,2 km Rundwanderweg; 600 Höhenmeter; 5 bis 6 Stunden; anstrengend
Beschreibung: Ausgangspunkt: Happy Isles – Shuttlebus-Haltestelle 16 Von der Fußgängerbrücke haben sie einen hervorragenden Ausblick auf den Vernal Fall. 300 Meter hinter der Brücke gabelt sich die Route in den Mist Trail und den John Muir Trail. Um direkt zur Oberkante des Vernal Fall zu gelangen, folgen sie dem Mist Trail, der nach 800 Metern an den Fuß einer steilen Granittreppe mit über 600 Stufen gelangt. Es besteht Rutschgefahr! Im Frühjahr und Sommer wird der Mist Trail seinem Namen gerecht, da riesige Mengen Gischt den Aufstieg zu einer feuchten Angelegenheit werden lassen (Regenjacke oder aber bei gutem Wetter einfach oben in der Sonne trocknen). Zur Oberkante des Nevada Fall gelangt man nach 3,2 km über den Mist Trail, der oberhalb des Vernal Fall über eine Bücke führt und sich dann in Serpentinen nach oben windet. Den Rückweg kann man dann über den John Muir Trail antreten, der einen schönen Ausblick auf den Nevada Fall bietet und an der oben beschriebenen Weggabelung wieder auf die Ausgangsroute führt. (Streckenführung im Winter markiert bzw. Strecke geschlossen).

Upper Yosemite Fall

Einstufung: anstrengend
Länge / Dauer: 11,6 km Rundstrecke; 820 Höhenmeter; 6 bis 8 Stunden
Beschreibung: Ausgangspunkt: Upper Yosemite Fall Trailhead / Camp 4 (Shuttlebus-Haltestelle 7) Als einer der ältesten historischen Wanderwege in Yosemite, führt sie diese von 1873 bis 1877 angelegte Route an die Oberkante des sechsthöchsten Wasserfalls der Welt, 739 Meter über dem Talboden. Verlassen sie die Wegführung auf keinen Fall, da sich direkt neben dem Weg teilweise sehr steile Abhänge befinden. Spektakuläre Aussichten können sie vom Columbia Rock, ungefähr 1,5 km (und mehrere Serpentinen) nach dem Start der Wanderung genießen.

Half Dome

Half Dome und Merced River gesehen von Sentinel Bridge (oben); Half Dome mit Seilen zum Aufstieg (Bild unten)
Half Dome und Merced River gesehen von Sentinel Bridge (oben); Half Dome mit Seilen zum Aufstieg (Bild unten)

Einstufung: sehr anstrengend
Länge / Dauer: 27,4 km Rundstrecke; 1.450 Höhenmeter, 10 bis 12 Stunden
Seilgeländer installiert von ungefähr Ende Mai bis Mitte Oktober Achtung: Bitte beginnen Sie den Aufstieg auf keinen Fall, wenn 1. die Seilgeländer nicht installiert sind, 2. die Wahrscheinlichkeit besteht, dass es regnet oder 3. die Möglichkeit eines Gewitters (Blitzschlag!) besteht! Lebensgefahr!
Beschreibung: Ausgangspunkt: Shuttlebus-Haltestelle 16 (Happy Isles) Folgen sie dem Mist Trail oder dem John Muir Trail bis zum Nevada Fall. Bleiben sie auf diesem Weg, den Hinweisschildern Richtung Half Dome folgend. Die letzten 275 Meter des Weges sind ein steiler Anstieg über den Rücken (Ostseite) von Half Dome. Das Seilgeländer dient dem Halt auf den letzten 120 Metern. Es besteht aus zwei Stahlseilen in ungefähr einem Meter Abstand an armhohen Pfeilern, die im Fels verankert sind. Die Spitze von Half Dome ist eine relativ große, ebene Oberfläche.

Tuolumne Meadows and the High Country

Wenn es im Sommer in den Wiesen, Seen und auf den freiliegenden Granithängen förmlich von Leben wimmelt, zeigen sich die umliegenden, zerklüfteten Gipfel der Sierra Nevada in ihrer ganzen Schönheit. Die Pflanzen und Tiere nutzen die wenigen warmen Tage intensiv für Wachstum, Vermehrung und die Vorratssuche für den kommenden Winter.

Tioga Road

Die Tioga Road (Highway 120), schlängelt sich durch die Hochgebirgslandschaften Yosemites. 1882/83 als Zufahrtstraße für eine Mine gebaut, wurde sie 1961 neu trassiert und erweitert. Die Straße zieht sich durch eine malerische Landschaft mit glitzernden Seen, duftenden Wiesen, Felskuppen und Bergkuppen, die vor nur 10.000 Jahren noch unter Gletschern begraben lagen. Von den vielen Aussichtspunkten entlang der Straße bietet sich ein einmaliger Blick. Am Tiogapass überquert die Straße in einer Höhe von 3.031 Metern den Kamm der Sierra Nevada und ist damit die höchstgelegene Autostraße Kaliforniens. Die Tioga Road ist vom Herbst (meist Oktober/ November) bis in das späte Frühjahr hinein (Ende Mai oder auch bis Ende Juni) geschlossen.

Tuolumne Meadows – subalpine Landschaft

Tuolumne Meadows (2.600 Meter / 55 Meilen / 89 km von Yosemite Valley, ca. 1½ Stunden Fahrzeit) ist die größte subalpine Wiesenlandschaft in der Sierra Nevada. Im Sommer haben hier ein Visitor Center, ein Campingplatz, ein Laden und eine Tankstelle geöffnet. Seit langem ein beliebter Ausgangspunkt für Tagesausflüge oder Rucksacktouren, finden sich hier im Winter vor allem Bergsteiger ein. In den Sommermonaten sind die Bergwiesen mit einer blühenden Vielfalt an Feldblumen sowie vielen Tieren ein lohnendes Ausflugsziel.

Bitte denken Sie daran, dass übermäßiger Fußgängerverkehr den empfindlichen Wiesen stark schaden kann. Fahrräder, Kinderwagen sowie Fahrzeuge aller Art sind grundsätzlich nicht zugelassen. Denken Sie bei Ihren Ausflügen bitte daran, dass Sie sich in Höhen zwischen 2.000 und 4.000 Metern bewegen, wo selbst geübte Wanderer bei großer körperlicher Anstrengung leicht außer Atem gelangen können. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um die Natur hier zu genießen!

Glacier Point

Der Ausblick von Glacier Point über die schier unermesslich weite Sierra Nevada ist überwältigend, insbesondere zum Sonnenuntergang oder bei Vollmond, wenn das Licht die Granitfelsen märchenhaft erscheinen lässt.

Von hier, der Spitze einer 975 Meter tiefen, senkrecht abfallenden Felsklippe, bietet sich ein Blick über das gesamte Yosemite Valley aus der Vogelperspektive.
Auf der gegenüberliegenden Seite stürzen die Yosemite Falls 2.425 ft (739 m) tief ins Tal. Dahinter bilden die Gipfel der High Sierra eine beeindruckende Kulisse. Die einzelnen Berge sind auf Schautafeln gekennzeichnet.

Im Sommer (ca. Mitte Mai bis Ende Oktober) können Sie Glacier Point mit dem Auto erreichen (52 km/ 32 Meilen von Yosemite Valley, ca. eine Stunde Fahrt).
Zahlreiche Wanderwege führen von hier zu weiteren spektakulären Aussichtspunkten über das Yosemite Valley.

Im Winter ist die Straße bis zum Skigebiet am Badger Pass zugänglich. Glacier Point wird dann zu einem beliebten Ausflugsziel für Skilangläufer.

Giant Sequoia Groves

Im Yosemite Nationalpark gibt es drei Mammutbaumhaine.

Mariposa Grove, Tuolumne Grove, Merced Grove

Mariposa Grove, 56 Kilometer von Yosemite Valley entfernt am Highway 41 gelegen, ist der größte.
Tuolumne Grove und Merced Grove befinden sich unweit von Crane Flat entlang des Highway 120.

Trotz menschlicher Einflüsse haben diese Baumriesen, deren Größe in der Tier- und Pflanzenwelt unerreicht ist, ihren Platz über Jahrtausende behauptet. Sequoias existierten bereits zu Beginn der Geschichte der westlichen Welt. Als ältester noch lebender Baum im Mariposa Grove gilt der etwa 2.700 Jahre alte „Grizzly Giant.“

Die Ökologie der Mammutbäume ist komplex und erst in den vergangenen Jahrzehnten von Wissenschaftlern hinreichend erforscht worden. Sequoias sind nicht nur hervorragend an die immer wieder auftretenden Waldbrände angepasst, sondern für ihre Vermehrung sogar auf Feuer angewiesen. Holz und Rinde dieser Bäume sind feuerbeständig. Brandspuren an den Stämmen großer, gesunder Bäume sind Zeugen dafür, dass sie zahlreiche Brände überlebt haben. Die winzigen Samen brauchen zur Keimung entblößten, mineralhaltigen Boden und die Sprösslinge Sonnenlicht. Früher legten häufige, natürliche Waldbrände das geeignete Samenbeet frei, drängten konkurrierende Arten zurück und ließen eine mineralienreiche Erde zurück.

Doch als Folge der jahrzehntelang praktizierten Feuerunterdrückung sammelte sich Altholz am Waldboden an und hemmte so die Fortpflanzung der Mammutbäume. Auf diese Weise konnten schattentolerante Bäume in den Lebensraum der Sequoias vordringen. Heute werden im Rahmen eines gesteuerten Waldbrandmanagements vom National Park Service künstliche Brände angelegt, die natürliche Waldbrände simulieren und die Wachstumsbedingungen des Waldes verbessern sollen. Nähere Informationen hierüber erhalten Sie in den Besucherzentren des Parks.

Alle drei Haine sind mit dem Auto zu erreichen. Von den jeweiligen Parkplätzen führen kurze Wanderungen zu den Bäumen. Zum Mariposa Grove kann von Mai bis Oktober ein kostenloser Shuttlebus von Wawona aus genutzt werden. Darüber hinaus können Sie den Mariposa Grove bei einer Rundfahrt in einem offenen Bus erleben (Tickets sind an den Verkaufsstellen z.B. im Ahwahnee, der Yosemite Lodge oder im Yosemite Village erhältlich). Die Wege sind das ganze Jahr über für Wanderungen oder Skilanglauf geöffnet.

(Siehe auch Sequoia / Kings Canyon Nationalpark)

Wawona

Wawona war einst ein Indianerlager. 1856 baute Galen Clark an dieser Stelle ein Hotel, das nach ihm benannt wurde (Clark Station). Besucher konnten hier auf dem Weg von Yosemite Valley nach Mariposa übernachten. Nachdem 1864 das Yosemite Valley und der Mariposa Grove of Giant Sequoias durch den „Yosemite Grant“ unter Schutz gestellt wurden, ernannte man Clark zum ersten Parkaufseher („Guardian of Yosemite“). Als 1875 die Wawona Road eröffnet wurde, erwarben die Gebrüder Washburn das Gelände und bauten dort das Wawona Hotel, das auch heute noch in Betrieb ist. Wawona ist der ideale Ort, um mehr über die Erschließung Yosemites und die Menschen, die daran beteiligt waren, zu erfahren. Im Pioneer Yosemite History Center finden Sie eine Anzahl von Siedlerhäusern mit historischen Einrichtungen, die hierher verlegt wurden, sowie eine Sammlung alter Pferdekutschen.