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Freitag, 04. Dezember, 2020
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Washington D.C. — die Entstehungsgeschichte

Washington D.C. ist kein Staat der USA, sondern ein Bundesdistrikt (siehe dazu auch Washington D.C. — Einleitung und Reisetipps).

Washington ist die Hauptstadt der Vereinigten Staaten. Hier ist seit 1800 der Sitz der Regierung – dieses Datum kennzeichnet die Fertigstellung des Capitols, welches 1793 begonnen wurde zu bauen.

1783 beschloss der Kongress, dass die Nation eine permanente Hauptstadt braucht. Den Standort wählte George Washington aus, der Namensgeber war Christoph Columbus (District of Columbia).

Man wollte eine ganz neue Stadt zu diesem Zweck gründen, da keine Entscheidung gefällt werden konnte, welche der bereits existierenden Städte die Ehre bekommen könnte, Hauptstadt zu werden.

Neutrales Gebiet musste her: Virginia und Maryland stellten ein Quadrat von 10 mal 10 Meilen (also 100 Quadratmeilen) westlich und östlich des Potomac Rivers bereit. Hier wurde der Federal District, also eigenes Staatsgebiet gegründet. Nun musste die Stadt selbst noch gebaut werden.

Pierre L’Enfant wurde 1791 mit dem Entwurf von Federal City beauftragt, erst später wurde sie in Washington umbenannt. Er plante sie gleich für 800.000 Einwohner (ein Viertel der damaligen Gesamtbevölkerung der Vereinigten Staaten), um späteres Anwachsen bewältigen zu können. Im Jahre 1800 hatte die Stadt knapp 5.000 Einwohner. Erst um 1870 (Bürgerkriegszeit) erreichte die Bevölkerungszahl etwa 138.000 Einwohner. Dies lag u.a. an der starken Zuwanderung von Schwarzen nach der Befreiung aus der Sklavenschaft. Auch heute ist der Anteil der schwarzen Bevölkerung in Washington mehr als die Hälfte.

Zurück zur Geschichte …
1815 zerstören britische Truppen die Stadt weitflächig und der Stadt scheint die Energie zu fehlen, den Wiederaufbau und die Expansion fortzubringen. So gibt man 1846 den nicht genutzten Teil der Stadt westlich des Potomac Rivers an Virginia zurück (32 Quadratmeilen; nachdem Virginia sich beschwert hatte!)

In den folgenden Jahren kommen die Stadtbauer wieder auf Touren und es wird überall gebaut – nur nicht gemäß der alten Pläne von Pierre L‘ Enfant. Dies ändert sich erst im Jahre 1900 wieder (anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Stadt) und die ursprünglichen Pläne werden aus der Schublade geholt – unschöne Gebäude wieder neutralisiert und das Aussehen der Stadt an alte Vorgaben angepasst.
Erst seit 1964 dürfen die Bewohner Washingtons an den Präsidentschaftswahlen teilnehmen.

1974 bekam Washington den Status einer Stadt, setzte also einen Bürgermeister ins Amt – bis dahin war Washington ein Federal District und somit unter der Verwaltungshoheit des Staates.

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