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Freitag, 30. Oktober, 2020
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Mt. McKinley heisst wieder Denali

Mt. McKinley heisst wieder Denali: Einer der Seven Summits ist für die Ureinwohner Alaskas von großer Bedeutung

Nur wenige Tage im Jahr ist er weithin sichtbar: der Denali in Alaska. An wolkenlosen Tagen gehören Rundflüge um den 6168 Meter Berg zu den eindrucksvollsten Erlebnissen eines Alaska-Besuchs. Alpinisten wiederum beschert er schöne und zugleich große Herausforderungen. Jetzt hat der bislang als Mount McKinley bekannte höchste Berg Nordamerikas seinen ursprünglichen Namen, den ihm einst die Athabasken gegeben haben, zurückbekommen. Denali heißt in der Sprache der Ureinwohner „Der Große“.
Die Umbenennung ist ein Geschenk von US-Präsident Obama an den nördlichsten und größten der 50 US-Bundesstaaten. 1959 wurde Alaska als 49. Staat in die USA aufgenommen. Denali-Rundflüge auch mit Gletscherlandung werden ab zirka 200 Euro angeboten: etwa von K2 Aviation oder von Rust’s Flying Service. Infos: www.anchorage.net/german.

Flüge zum Denali ab Lake Hood und Talkeetna

Sicht vom Reflection Pond aus: Denali im Herbst
Sicht vom Reflection Pond aus: Denali im Herbst

Die meisten Flugzeuge starten in Anchorage, Alaskas Metropole und Zielflughafen für Reisende aus aller Welt. Vom Lake Hood, dem größten Wasserflughafen der Welt, starten die Floatplanes bei gutem Wetter gen Norden. Etwa zweieinhalb Stunden dauert der Rundflug, der Ausblick auf eine Wald-, Sumpf-, Fluss- und Seenlandschaft gewährt und zuletzt den Blick frei gibt auf den „Großen“. Wer sich etwas nördlich von Anchorage in Talkeetna einquartiert, darf den schönen Denali aus nächster Nähe stundenlang anhimmeln. Dieser hübsche Ort mit seinem Hippie- und Bergsteiger-Flair ist für Denali-Expeditionen der Ausgangspunkt – egal ob mit Flugzeug oder mit dem Boot.

Vom Großen zu Mt. McKinley und zurück

Die Gründe für die Umbenennung in Mount McKinley sind mehr als schleierhaft: Ein Goldsucher hatte den Berg im Jahr 1896 nach dem in Ohio geborenen Politiker William McKinley benannt, um dessen Bewerbung für das Amt des US-Präsidenten zu unterstützen. Tatsächlich wurde McKinley wenige Monate später zum 25. Präsident der Vereinigten Staaten gewählt. 1901 starb er an den Folgen eines Attentats. Erst 1917 wurde der Name im Gedenken an den Republikaner von der US-Regierung offiziell gemacht. Im Rahmen seines dreitägigen Besuches in Alaska gab die Obama-Regierung die Umbenennung in Denali diese Woche bekannt. Der Berg gehört zu den Seven Summits der Welt.

Mohr Info:
ZU ANCHORAGE

Alaska – eine fast unberührte Natur für Einsamkeit suchende, abenteuerlustige und aktive Menschen. Ein Land, das fünfmal so groß ist wie Deutschland, allerdings nur rund 680.000 Einwohner zählt. Anchorage ist zwar nicht die Hauptstadt (das ist Juneau), aber sie ist mit rund 291.000 Einwohnern die größte Stadt Alaskas und, wenn man so will, die einzige echte Metropole. Sie feiert im Jahr 2015 ihren 100. Geburtstag und ist Ausgangspunkt für zahlreiche kleine und große Abenteuer. Gleich neben dem International Airport liegt der größte Wasserflughafen der Welt. Die Wildnis beginnt hinter der Stadt. Eine Reise mit dem Zug von Süd nach Nord mit Start in Seward erlaubt Blicke auf Bär & Co. Urlauber finden zahlreiche Zimmer in ruhig gelegenen Lodges, in Hotels und Motels sowie in Bed & Breakfast-Unterkünften.
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