Mietwagen USA

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Mietwagen USA
Mietwagen USA

Dieser Artikel behandelt folgende Themen: Auswahl Mietwagen und Buchung, Ablauf der Anmietung, Internationaler Führerschein, Maut-pflichtige Straßen, Mietwagenabholung, Mietwagenabgabe.

 

Die USA sind ein weites Land und man braucht einen Mietwagen, einmal vorausgesetzt man hat keine Busrundreise oder Städteaufenthalt gebucht.
Den Mietwagen bucht man am allerbesten bei einem Anbieter aus der Heimat und zwar vor der Reise. Das hat den Vorteil, dass man die Versicherung eingeschlossen hat.

Würden Sie einen Mietwagen in den USA buchen, dann ist die Versicherung nicht enthalten. Wenn diese dort dann als ‚Option‘ hinzugenommen wird, kostet dies einen nicht unerheblichen Betrag, deswegen sollte man davon nur im Spontan-Fall Gebrauch machen.

Bei einer Online Mietwagenbuchung hat man die Wahl zwischen den Webseiten der Autovermieter oder Online-Reisebüros oder den Mietwagen-Plattformen.

Es ist meistens recht zeitaufwendig alle Angebote und Preis-Leistungs-Kombis zu recherchieren, vor allem, weil vieles auch heutzutage noch irgendwo im Kleingedruckten versteckt ist. Vor allem steht dort alles, was nicht besonders angenehm ist, nämlich was NICHT eingeschlossen ist. Wir finden aber auch, dass es ein oder zwei wirklich gute Mietwagen-Plattformen gibt, die sich durch Transparenz auszeichnen. Die meisten allerdings haben Potential zur Verbesserung und versuchen scheinbar lediglich eine schnelle Buchung zu bekommen ohne viel Infos aller relevanten Bereiche zu geben, nach dem Motto: das verwirrt den Kunden nur und weist die Schwächen des Angebotes auf.

Bei Mietwagen für die USA herrscht sehr grosser Konkurrenzkampf und so sollten Sie viele Anbieter vergleichen.

Achten Sie beim Preisvergleich besonders auf die eingeschlossenen Leistungen wie beispielsweise die Versicherungshöhe und ob Glasschäden und Reifenschäden eingeschlossen sind oder nicht, da dort oft die Preisdifferenz der Anbieter begründet liegt. Ebenfalls werden Sie feststellen, dass es Mietwagenanbieter gibt, die sehr klein sind und oft günstiger anbieten: manchmal haben diese recht alte Autos im Angebot oder sind weiter weg als die anderen Anbieter und daher kommt der geringere Preis.

Autovermieter Bewertungen im Internet sind sehr fraglich, wie Sie bereits wissen werden. Je mehr Bewertungen, desto besser läßt sich vielleicht einschätzen, wie ‚echt‘ diese Bewertungen sind, aber Garantien gibt es nicht.

Die Leistungen der Anbieter zu prüfen kann zeitaufwendig sein, aber Sie werden besser verstehen, warum manche so viel billiger ‚erscheinen‘ als andere. Falls man Einweg-Anmietungen ins Auge fassen will, dann muss man unbedingt rausfinden, was die genauen Einwegmietzuschläge sind. Auch da gibt es Unterschiede und führen manchmal zu Überraschungen.

Eine weitere Sparmöglichkeit kann sein, nach ‚Flug & Auto‘ Buchungspaketen Ausschau zu halten, wo man Flug und Mietwagen kombinieren kann. Manchmal wird dies auch als ‚Fly & Drive‘ bezeichnet.

Städteaufenthalte

Wenn Sie Großstädte als Teil Ihrer Reiseroute ansteuern wollen, dann müssen Sie folgendes bedenken: Downtown Hotels sind ideal, um das Stadtzentrum zu Fuß oder mit öffentlichen Transportmitteln zu erkunden. Stadtzentren sind oft nicht geeignet, den Mietwagen zu benutzen, weil das Verkehrschaos einfach zu groß ist. Besipiele: New York City / Manhattan, New Orleans, Chicago, San Francisco, Washington, Philadelphia.

Aber Downtown Hotels nehmen meistens recht hohe Parkgebühren pro Nacht und diese sollten Sie in Ihr Reisebudget einkalkulieren. Wenn Sie ausserhalb der Innenstadt ein Hotel / Motel nehmen, ist Parken oft kostenlos aber Sie müssen halt jeden Tag in die Stadt reinfahren, was zeitaufwendiger ist.

Der Voucher
Dies ist die Buchungsbestätigung, die den Wagen und die Konditionen der Buchung beschreibt. Im Prinzip bedeutet er gleichzeitig, dass der Kunde vorausbezahlt hat und am Zielort nichts fällig wird.

Wer im Internet bucht, bekommt dann entweder ebenfalls den Voucher zugesendet oder die Buchungsbestätigung online – in jedem Fall wird durch die Buchung auch der Zahlvorgang eingeleitet. Und das ist ein wichtiger Punkt: auf jeden Fall darauf achten, dass Sie bereits in Ihrer Landeswährung vor Ankunft am Urlaubsort bezahlt haben.
Wer nicht vorher gezahlt und lediglich eine Reservierung abschliesst, die vorsieht, dass man am Zielort dann in Dollar bezahlt, der muss den Umrechnungskurs am Abholtag in die Kalkulation einschliessen.

Abholstation am U.S. Flughafen

Es bieten sich immer wieder die Flughäfen des Zielortes an, die man als den Anmietstandort wählt. Die Vertretungen sind oft im Flughafengebäude. Wenn dies nicht der Fall ist, dann wird Sie ein „Shuttle Bus“ des Mietwagenanbieters zur eigentlichen Mietstation bringen.

Shuttle Bus – was ist das?

Die Flughafen Anmietstationen haben Ihre Parkplätze, wo die Wagen stehen, oft etwas außerhalb des Flughafengeländes. Um den Kunden dorthin zu bringen, werden die sogenannten ‚Shuttle Buses‘ eingesetzt, die am Flughafen losfahren und den Kunden bis zum Mietwagenplatz bringen. Dies ist nicht nur ein Parkplatz, sondern die eigentliche Mietwagenstation, also mit Büros, Schalter, Wasch- und Reinigungsanlagen etc.

Shuttle Bus

Da fährt nicht nur einer, sondern alle paar Minuten einer. Er ist gekennzeichnet mit dem Namen Ihres Mietwagenanbieters. Auch die Busse aller anderen Anbieter sehen Sie hier fahren.
Man findet diese Abfahrtsbereiche, indem man im Flughafen nach der Beschilderung ‚Shuttle Bus‘ Ausschau hält – eine gute Idee ist allerdings auch, am Flughafen zu fragen, entweder bei den Mietwagenanbietern am Schalter oder einen Bediensteten des Flughafens.

Dem Shuttle Bus Fahrer muss man dann den Voucher oder die Reservierung zeigen, wenn man einsteigt – weniger, weil der daran interessiert ist, von Ihnen sozusagen einen Fahrschein zu sehen, sondern vielmehr, weil der Fahrer sicher sein möchte, dass Sie auch mit seiner Firma tatsächlich gebucht hatten und nun nicht aus Versehen zum falschen Parkplatz und Anbieter gebracht werden.

Am Parkplatz angekommen, hängt es nun davon ab, ob man den Papierkram schon am Flughafen erledigt hatte oder es hier bei der Mietwagenstation noch machen muss. Letzteres ist der üblichste Fall.

Am Schalter

Am Mietwagenschalter legt man nun seinen Voucher vor.
Ebenfalls den Führerschein (ein internationaler ist meistens nicht notwendig, kann aber in einigen Staaten erforderlich werden) sowie eine Kreditkarte. Letztere ist auch bei Vorauszahlung des Wagens notwendig, da sie als Kaution betrachtet wird für eventuelle Schäden, die Sie verursachen oder wenn Sie nicht wie vereinbart den Wagen vollgetankt zurückbringen.
Ein internationaler Führerschein ist im Übrigen ohnehin nur bei gleichzeitiger Vorlage des nationalen gültig! Ein deutscher Führerschein reicht alleine aus, ebenso der österreichische und schweizerische Schein. Ausnahmen wären nur, wenn Sie einen haben, der so alt ist, das man ihn einfach nicht als Führerschein kennt.

Internationaler Führerschein in den USA?

Eine der meistgestellten Fragen an unsere Redaktion — gemäß offizieller Quellen (U.S. Konsulat, ADAC, Strassenverkehrsämter) lautet die Empfehlung, dass man einen Internationalen Führerschein als Zusatzdokument zum nationalen mitführt.

Mehr in unserem Artikel dazu: Internationaler Führerschein für die USA

 

Vorsicht, Falle: Die Versicherungs- und Upgrade Frage

I.d.R. fragt man Sie bei diesem Anmiet-Prozedere dann, ob Sie zusätzliche Versicherungen wollen oder den Wagen ‚upgraden‘, also auf ein größeres Modell umsteigen, wollen. Ein Upgrade auf ein größeres Auto ist insofern Unsinn, da Sie sich ja vorher eben genau für die gebuchte Größe entschieden hatten – eine Ausnahme kann nur sein, wenn Sie feststellen, dass Sie eben deutlich zu klein geplant hatten.

Die Fragen sollen nur bewirken, Ihnen zu einem Aufpreis noch etwas zu vermieten.
Aber: Unterschieden dazu muss werden, wenn man Ihnen anbietet, ein grösseren Wagen zu nehmen, weil der gebuchte kleine gerade nicht verfügbar ist. Das kann öfter mal vorkommen, allerdings zahlen Sie dann auch keinen Aufpreis – das müssen Sie also sicherstellen.

Die nächste (nervige) Frage ist, ob Sie eine Versicherung brauchen.
Lassen Sie sich nicht verunsichern, aber prüfen Sie noch daheim, ob in dem Mietwagenpaket die entsprechenden Deckungssummen enthalten sind (was eigentlich immer so sein sollte, wenn man mit einem guten Anbieter bucht).
Weil die Versicherungsfrage eben so nervig ist und sich viele Reisende anschliessend in der Heimat zu recht berschwert haben, soll es angeblich mittlerweile so sein, dass man nur noch selten gefragt wird.

Als nächstes: Die Benzinfrage

Je nach Anbieter, gibt man den Wagen entweder vollgetankt oder auch leer ab.

Manche Mietwagen-Angebote beinhalten eine Tankfüllung umsonst, d.h. auch wenn Sie den Wagen (der im übrigen ohnehin immer vollgetankt ist, wenn Sie ihn abholen) leer zurückbringen, wird Ihnen nichts berechnet. Ansonsten, bei nicht anders lautender Vereinbarung, ist es üblich, den Wagen auch wieder vollgetankt zu bringen.
Sollte man es aber nicht schaffen, wird einem das Benzin dann anschließend auf ihrer Kreditkarte abgerechnet.
Manche Anbieter liegen teurer mit Ihren Benzinpreisen, manche aber auch billiger.
Meistens wird man beim Erledigen des Papierkrams danach gefragt, ob man leer oder voll zurückbringen will und es wird gesagt, wie die Konditionen dafür sind wenn die Vermieterstation das Tanken übernimmt.

‚Initials‘ und ‚Signature‘

Man spricht das so: IniSCHels und ZICKnetscha (Betonung jeweils auf den Grossbuchstaben).
Initials == Initialen: Anfangsbuchstaben von Vor- und Zuname
Signature == Unterschrift
Sie werden aufgefordert an 2-4 Stellen Ihre Initialen zu setzen und abschließend das Mietdokument zu unterschreiben.
Achten Sie darauf, dass man Ihnen nicht eine Zusatzversicherung unterjubelt! Dort wo Sie die Initialen Ihres Names setzen steht ‚Decline‘, wenn Sie etwas ablehnen (z.B. Zusatzversicherungen) oder ‚Accept‘, wenn Sie etwas annehmen. Ersteres ist häufiger, da Sie explizit nur nochmal bestätigen, dass Sie keine Zusatzangebote wünschen.
Falls etwas ’schief‘ geht und Sie nach dem Urlaub kosten auf Ihrer Kreditkarte finden, die nicht sein sollten, dann wenden Sie sich an Ihren Autovermieter. Die sind unseres Wissens nach kulant. Direkt beim Anbieter anrufen (statt zum Reisebüro zu gehen) geht am schnellsten, unsere Leser haben uns gute Erfahrungen berichtet. Der Weg über’s Reisebüro ist oft länger.

Den Wagen endlich holen…

Auf jeden Fall bekommt man nach Erledigung des Papierkrams eine Kopie der Mietvereinbarung plus eine Stellplatznummer, die sagt, wo der Wagen zu finden ist. Solch ein Parkplatz, gerade die in der Nähe des Flughafens, können riesen groß sein, so dass u.U. auf dem Parkplatz auch ein kleiner Bus verkehrt, der Sie wiederum zum Stellplatz Ihres Mietwagens fährt.

Dann kann’s losgehen. Ihre Mietvertragskopie ist Ihr gültiger Ausweis, um das Gelände verlassen zu dürfen und auch später, um zu belegen, z.B. in einer Fahrzeugkontrolle, dass Sie einen Mietwagen fahren und sonst keine anderen Wagenpapiere haben.

Umgebungs-Karten, Landkarten, GPS Navigationssystem

Es ist eine gute Idee, wenn Sie sich am Mietwagenschalter beim Erledigen des Formalitäten eine Strassenkarte der Umgebung geben lassen und Ihnen der Angestellte dort kurz einzeichnet, wie Sie von dort aus die Richtung zum Hotel oder sonstwohin finden.

Am besten ist natürlich ein Navigationsgerät zu haben. Heutzutage sollte die günstigste Version eine App auf dem Mobilphone sein. Entweder mit der kostenlosen Standard App oder besser mit einer Navigations App, die die Karten offline herunterladen kann, so dass man in Gebieten ohne Internet Service trotzdem navigieren kann. Auch kann man Präferenzen einstellen, wie zum Beispiel kostenpflichtige Straßen (Toll Roads) zu vermeiden.
Wir haben CoPilot GPS des öfteren verwendet und waren zufrieden.

Toll Roads

Bei kostenpflichtigen Straßen ist es so, dass es manchmal möglich ist an den Ausfahrtsstationen bar zu zahlen  aber viele dieser Straßen wernden mittlerweile elektronisch geregelt. Manche Mietwagenanbieter bauen einen kleinen Sender (Transponder) für diesen Zweck in den Wagen ein und rechnen Ihnen später die angefallenen Gebühren von Ihrer Kreditkarte ab. Sie sollten bedenken, dass diese Gebühren recht unklar sein können: die Höhe der Maut Gebühr hängt manchmal von der Uhrzeit ab und zudem kosten manche Streckenabschnitte recht viel, jedenfalls mehr als Sie vielleicht dachten. Es kann ebenfalls sein, dass der Mietwagenanbieter Ihnen eine Verwaltungsgebühr draufschlägt. Das ganze ist ein recht undurchsichtiges Thema und wir wollten es nur der Vollständigkeit halber ansprechen. Vielleicht ist Ihnen das vollkommen egal, oder wenn nicht, dann können Sie sich entweder beim Mietwagenanbieter informieren oder Sie vermeiden einfach die gebührenpflichtigen Straßen.

Abgabe des Wagens

Bei großen Rückgabestationen, die gleichzeitig auch die Anmietstation sind, gibt es einen ‚Express Return‘, d.h. man fährt auf den Parkplatz, wird meistens in eine Schlange, in der schon viele andere Autos stehen, eingewiesen und Sie steigen aus, nehmen Ihr Gepäck und warten auf einen Angestellten, der mit mobilem Kleincomputer zu Ihnen kommt, alle Daten aufnimmt und Ihnen die Abrechnung ausdruckt (also i.d.R. bei vorausbezahltem Voucher und vollgetanktem Auto, das Sie nicht beschädigt hatten, kommt unter dem Strich Null raus). Dieser Vorgang dauert meistens nur wenige Minuten.
Wenn die Mietwagenstation kleiner ist, haben die keinen Express-Return und Sie müssen ins Büro hinein, was höchstens bei Andrang länger dauert.

So geht’s.

 

Bedeutung einiger Abkürzungen im amerikanischen Mietwagen Jargon

Deutschland, Österreich, Schweiz

Wir empfehlen, dass Sie Ihren Wagen im Heimatland buchen, denn Ihr Autovermieter sagt Ihnen in klarem Deutsch, was eingeschlossen ist und was nicht.

Buchungen in USA

Wenn Sie in den USA buchen, dann sollten Sie sich mit diesen folgenden Begriffen vertraut machen.

CDW, sehen Sie die Definitionen dazu auf linker Seite, wie auch LDW sind zwei Begriffe, die beim Vertragsabschluss des Mietwagens immer wieder vorkommen.

Es sind Haftungsausschlüsse bzw. Begrenzungen, je nach abgeschlossenem Umfang. Es sind keine Versicherungen in dem Sinne.
Ab der Übergabe des Mietwagens an den Mieter übernimmt der Mieter eine gewisse Verantwortung für Beschädigung und Verlust – wie hoch diese maximal sein kann, hängt vom Vermieter ab.

Um diese finanzielle Verantwortung auszuschließen, gibt es CDW und LDW. Oft wird bei den Vermietern ein Begriff für beides genommen – es ist also Verlust und Beschädigung zusammen gemeint. Für welchen Begriff die Vermieter sich entscheiden, ist verschieden.

Abschluss des Mietvertrages im Heimatland
Vielfach -oder besser gesagt meistens- wird im ‚Mietwagenpaket‘ CDW/LDW eingeschlossen, d.h. der Mieter muss sich darum später beim Abholen des Wagens nicht mehr kümmern. Ob die Beschädigung und der Verlust im Mietwagenpaket eingeschlossen ist, sollte man also vorher prüfen. Vorteil auf jeden Fall: Sie als Mieter müssen sich nicht um Begriffsdefinitionen für CDW oder LDW kümmern.

Die CDW / LDW Frage am Schalter: selbst wenn man mit Prepaid-Voucher aus Deutschland kommt

Beim Abholen des Wagens wird oft immer noch einmal gefragt, ob man eine CDW/LDW abschließen will. Dies muss nicht heißen, dass man Sie ‚übers Ohr‘ hauen will, vielmehr können die Personen am Schalter nicht jedes im Ausland erhältliche Mietwagenpaket kennen.
Wenn Sie wissen was Sie im Preis eingeschlossen haben, dann reicht dies!

Bei Buchung eines Mietwagens in Deutschland wird die Haftung i.d.R. immer eingeschlossen sein und zwar ausreichend. Vor allem, wenn Sie mit renomierten Anbietern buchen.
Amerikaner und Kanadier, die einen Mietwagen nehmen, benutzen oft ihre eigenen Kfz-Versicherungen und sind gegen solche Beschädigungen oder den Verlust darüber abgesichert.

Narrenfreiheit?
Auch wenn Sie eine CDW/LDW abgeschlossen haben, so müssen Sie sich an die Bedingungen im Mietvertrag halten.

Beispiel: Sie mieten einen 4×4 Wagen und haben vielleicht übersehen, dass Ihnen nicht gestattet wurde, damit ins Offroad Gelände zu fahren. Setzen Sie den Wagen nun auf Grund, so nutzt ihre CDW/LDW nichts.

Naturkatastrophen
Dafür können Sie nichts und deswegen haften Sie nicht für die Beschädigungen.

Verlust des Fahrzeuges
Sie sind nur dann durch LDW abgesichert, wenn Sie nicht per Gesetz zur Verantwortung gezogen werden können, d.h. wer das Fahrzeug verkauft muss mit voller Haftung rechnen.

PAI / PEC und LIS
In den pauschalen Mietwagen – Paketen, die von den Reiseveranstaltern angeboten werden, sind die Versicherungen manchmal bereits eingeschlossen. Dies gilt insbesondere für die erweiterte Haftpflichtversicherung, die dann oft bis zu $1 Mio reicht. Dies ist sicherlich eine sinnvolle Erweiterung, zumal man z.B. aus der Heimat diese Höhe an Haftpflicht als ganz selbstverständlich ansieht. Bei LIS ist dann i.d.R. auch die Rechtsverteidigung im Falle einer Haftpflichtklage beinhaltet. Allerdings: Alle Bedingungen sind natürlich vom individuellen Vertrag und dem Vermieter und dem Staate, in dem das Fahrzeug vermietet wird, und möglichen anderen Faktoren abhängig. Auch ist die maximale Dauer einer Versicherung durchaus begrenzt. Wer es genau wissen will, dem bleibt nichts anderes übrig, als die exakten Vermietbedingungen zu studieren. PAI und PEC sind vielleicht nicht im Pauschalangebot des Mietwagens beinhaltet, dennoch kann man prüfen, ob diese Leistung nicht Bestandteil des eigenen Kreditkarten-Vertrages ist.  Einige Kreditkarten, die den regelmässigen Reisenden ansprechen wollen, beinhalten diese Leistung. Gepäckversicherung kann auch enthalten sein, ist aber vermutlich wegen bekannten Gründen immer seltener zu finden.

CDW (Collision Damage Waiver)
=Haftungsausschluss für Beschädigung (kann aber auch Verlust einschließen)

LDW (Loss Damage Waiver)
=Haftungsausschluss für Verlust / Beschädigung

LIS (Liability Insurance Supplement)
=Haftpflicht – Zusatzversicherung

PAI (Personal Accident Insurance)
=Insassen – Unfallversicherung

PEC (Personal Effects Coverage)
=Gepäckversicherung