Umbau der Presidential Library in Atlanta.
Zum 85. Geburtstag Jimmy Carters am 1. Oktober eröffnet das Museum für den 39. US-Präsidenten nach einem kompletten Umbau neu. In den Räumen in Atlanta ist jetzt auch eine Ausstellung über die Zeit nach der Präsidentschaft zu sehen.
Nach fünfmonatiger Umbauzeit zeigt das Museum der Präsidentenbibliothek in Atlanta viele neue Exponate. Hinzugekommen ist eine Ausstellung über das Wirken Jimmy Carters für Demokratie und Menschenrechte auch nach 1981, dem Ende seiner Präsidentschaft. Für sein Lebenswerk, das der Altpräsident auch nach 85 Jahren nicht als abgeschlossen sieht, erhielt Jimmy Carter 2002 den Friedensnobelpreis.
James Earl Carter Jr. kam 1924 im ländlichen Plains im Bundesstaat Georgia zur Welt und war dort viele Jahre Erdnuss-Farmer. Das Haus seiner Kindheit und seine ehemalige Schule sind heute beliebte Touristenziele. Carter gewann 1970 die Wahl zum Gouverneur von Georgia, 1976 zum 39. Präsidenten der USA. Den politischen Lebensweg dokumentiert seit 1986 das Jimmy Carter Library & Museum in Atlanta.
Der aus Spenden finanzierte, zehn Millionen Dollar teure Umbau ließ den Archivteil, die Presidential Library, fast unverändert. Völlig neu aber präsentiert sich das Museum im selben Gebäude. Einzig der originalgetreue Nachbau des Oval Office zur Amtszeit in Washington blieb unangetastet. Die Ausstellung A Day in the Life of the President zeigt mit Videotechnik, wie der Präsident an einem typischen Arbeitstag vom Aufstehen um halb sechs Uhr morgens bis in die späten Abendstunden lebte und regierte.
Neu ist auch eine Ausstellung über Carters Engagement nach der Amtszeit. Mit der Gründung des Carter Center durch den ehemaligen Präsidenten und seine Ehefrau Rosalynn Carter im Jahre 1982 begann ein umfangreicher, weltweiter humanitärer Einsatz. Besucher erfahren, welche Hilfen das Carter Center in 70 Ländern geleistet hat:
von der Bekämpfung von Krankheit und Hunger bis zur Durchsetzung von Menschenrechten. Unter anderem hat die Organisation 40 Parlamentswahlen beobachtet und bei Konflikten in Haiti, Bosnien und vielen anderen Ländern vermittelt. Als Freiwilliger der Organisation Habitat for Humanity helfen Jimmy und Rosalynn Carter seit 1984 jedes Jahr eine Woche lang mit dem Hammer in der Hand, Häuser für Bedürftige in vielen Ländern zu bauen und zu renovieren.
Das Jimmy Carter Library & Museum hat ab dem 2. Oktober 2009 montags bis samstags von 9.00 bis 16.45 und sonntags von 12.00 bis 16.45 regulär geöffnet. Der Eintritt beträgt acht Dollar, ab 60 Jahren sechs Dollar. Unter 16 Jahren frei.

Mehr zum Museum: Jimmy Carter Presidential Library & Museum