Halloween in Amerika

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Halloween wird in den Vereinigten Staaten besonders ausgeprägt zelebriert, ist aber auch in England/Schottland/Irland unter dem Namen ‚Trick or Treat‘ bekannt, hat sogar dort seinen Ursprung.

Gartendekoration zu Halloween
Gartendekoration zu Halloween

In Deutschland kam Halloween ca. 1991 auf den Plan als der Karneval wegen dem damaligen Golfkrieg ausfiel und die Industrie einen ‚Ersatz‘ suchte. Heutzutage soll es ca. von einem Fünftel der Bevölkerung gefeiert werden.

Zurück nach Amerika: ‚Trick or Treat‘ wird von Kindern, die verkleidet durch die Nachbarschaft ziehen, gerufen, wenn sich die Tür öffnet. Also: Entweder man bekommt Süßigkeiten oder es wird ein ‚Streich‘ gespielt — so zumindest ist die Theorie. Wer nicht an Halloween teilnehmen will, soll an diesem Abend die Außenbeleuchtung ausgeschaltet lassen. Kinder werden mittlerweile immer von den Eltern begleitet, die Unbedarftheit der Vergangenheit ist vorbei.

Teenager ziehen es vor eine eigene Party zu machen, mit Süßigkeiten kann man da nicht mehr ankommen, ja, die Zeiten ändern sich halt.

Bei Erwachsenen, die keine Kinder haben, ist sowieso die Party und die Verkleidung das Wichtigste.

Zur Geschichte: Seit mehr als Tausend Jahren existiert der Halloween Abend – bereits seit ca. dem Jahre 800 existiert der religiöse Feiertag ‚All Saints‘ Day‘ und der Vorabend wurde als der ‚All Hakkiw‘ Abend bezeichnet, woraus Halloween entstand.

Auch war der 31.Oktober der letzte Tag des Keltischen Neuen Jahres und im Glauben der Kelten war es der Tag, an dem die Geister der Verstorbenen mit den Lebenden zusammentreffen. So begannen die Menschen Brot zu backen und damit an diesem Abend in einer Kostümierung durch die Stadt zu ziehen, um die Seelen der Geister zu treffen. Durch die Lebensmittel, die am Rande der Stadt abgelegt wurden, sollten die Geister ‚versöhnlich‘ gestimmt werden, so dass sie noch vor Anbruch des Neuen Jahres um Mitternacht friedvoll abziehen würden.
Die Kelten sind die Vorfahren der heutigen Engländer, Iren und Schotten und so sind die britischen Inseln der eigentliche Geburtsort Halloween’s. Als der christliche Glaube Einzug hielt, war der 31. Oktober nicht länger der letzte Tag des Jahres und der Brauch veränderte sich dahingehend, dass es sich um einen Tag für Kinder handelte, an dem sie als Geister verkleidet von Haus zu Haus zogen und um Süßigkeiten (treat) baten – andernfalls, wenn sie nichts bekommen würden, wird und wurde dem Besitzer des Hauses ein ‚kleiner Scherz‘, ein Streich (trick) gespielt: Daher der Ausdruck: ‚Trick or Treat‘.

Um 1840 begann dann die große Auswanderungswelle in die Vereinigten Staaten und der Brauch wanderte sozusagen mit dahin aus.
Heute ist Halloween auch bei Erwachsenen ein sehr beliebter Tag, an dem überall im Lande Parties und Veranstaltungen stattfinden. Auf den offiziellen Veranstaltungen werden gerne Spenden für gemeinnützige Zwecke gesammelt. Zu den Parties, die meistens Kostüm-Parties sind, verkleiden sich die Erwachsenen vielfach als historische Figuren oder politische Köpfe. In allen Supermärkten und Kaufhäusern kann man im Oktober derlei Masken und Verkleidungen kaufen. Der Brauch des ‚Streich spielens‘ wird vereinzelt ebenfalls ausgeübt und ist vergleichbar mit der in Deutschland bekannten ‚Freinacht‘: Autos werden mit Klo-Papier umwickelt oder mit Seife und Rasierschaum ‚eingecremt‘ und vieles andere.

Da Halloween in seinem Ursprung mit Geistern in Verbindung steht, sind ‚Geister-Gesichter‘, Laken, Skelette, Hexen, Schwarze Katzen und anderes die Symbole für Halloween geworden und damit erklärt sich auch, dass viele Häuser zu der Zeit ebenfalls mit ‚Spinnweben‘ und allerlei Hexenkram geschmückt sind und dermaßen viele Kinder-Kostüme in diese Richtung gehen.

Schwarz ist eine der Halloween Farben, was daher rührt, dass die Menschen früher immer erst des Nachts mit Ihren Lebensmitteln an den Stadtrand zogen. Orange ist die zweite und kommt von den Kürbissen, in die Gesichter geschnitzt sind. Dies ist ebenfalls ein Brauch, der seinen Ursprung in der ‚Alten Welt‘ hat. Das Aushöhlen des Kürbisses und das Hineinschnitzen von böse drein blickenden Gesichtern kommt von einer Legende, die von einem Mann namens ‚Jack‘ spricht, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte und so bis zum ‚Jüngsten Tag‘ mit einer Laterne durch die Welt schreiten musste. Daher ist dieser Brauch, eine Kerze in einen ausgehölten Kürbis zu stellen, als ‚Jack o‘ lantern‘ bekannt geworden.

Wer heute einen solchen Kürbis, im amerikanischen ‚pumpkin‘ genannt, in sein Fenster stellt, zeigt den Kindern, die von Haus zu Haus ziehen, dass es hier etwas geben wird.

In den USA werden heutzutage geschätzte 2,4 Milliarden Dollar jährlich für Halloween ausgegeben – das ist nach Weihnachten die höchste Summe anlässlich eines Feiertages. Man geht davon aus, dass zwei Drittel der Erwachsenen an Halloween Parties teilnehmen und nicht selten 100 Dollar und mehr für Kostümierung, Süßigkeiten und Dekorationen ausgeben.