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Hispanic vs. Latino

Manche Menschen denken, eines davon ist ein Schimpfwort! Das ist nicht so.

Der Unterschied:

Mit Hispanics beschreiben Sie Personen, die sowohl spanischer Abstammung als auch Latein-amerikanischer sein können.

Latino kann nur letztere beschreiben, wäre aber nicht für alle Länder Latein-Amerikas angebracht (z.B. würden ggfs. Brasilianer als portugiesisch sprechende Menschen protestieren).

Mit Hispanics beschreibt man globaler.

Chicanos sind übrigens Amerikaner mexikanischer Abstammung, die im Übrigen auch in den USA organisiert sind, um ihr kulturelles Erbe zu erhalten.

 

hyphen vs. dash

Bindestrich und Gedankenstrich

Der Gedankenstrich (dash) ist etwas länger als der Bindestrich (hyphen).

Von der Definition her verbindet der hyphen etwas, z.B. Doppelnamen, während der dash etwas Abstand hält, etwas separiert, z.B. Gedankliche Einschiebungen (Nebensatz) oder auch bei Uhrzeiten das ‘bis’ symbolisiert: 10.00 – 11.00 Uhr.

Bedeutung hat diese Unterscheidung lediglich in Unterlagen, die den ‘perfect look’ haben müssen.

Im Alltäglichen wird sich niemand über die Länge oder Nichtlänge eines Strichleins aufregen.

if vs. whether

Kann beides für ‘ob’ stehen.

Beispiel: „I‘m wondering, if I have enough money for that“. Das ist vollkommen ok soweit, wenngleich es einen Hauch besser ist (vielleicht in einer Rede oder im Schriftverkehr), wenn man statt dem ‘if’ lieber das ‘whether’ nimmt.

if-clause und conditional clause

…würde(n), wäre(n) etc.

Conditional Clause bedeutet generell, dass man im Satz ‘should’ oder ‘would’ einbaut. Beim Ausdrücken eines Wenn-Falles, benutzt man kein ‘would’ oder ‘should’, sondern eine Vergangenheitsform:

Beispiel: “If I lived in downtown, I could (should) sell my car” (Würde ich in Downtown leben, …) oder “If I took the subway in New York instead of my car, I probably make it in time” (Nähme (würde ich nehmen) ich die U-Bahn statt meines Autos …)

“If I had not left the concert earlier, I should have heard their brand new song” (Hätte ich das Konzert nicht früher verlassen, hätte ich ihr neues Lied mitbekommen). In diesem Fall wird – wie immer – im einleitenden IF-Satz die Vergangenheitsform genommen und im Hauptsatz dann das adequate Conditional Perfect (would have heard).

Also: Intuitiv würde man vielleicht im IF-Satz auch ein would einbauen, was man nicht macht: stattdessen kann man sich pauschal merken kann, dass man das ‘would’ nur in Hauptsätzen anwendet und in IF-Sätzen im Prinzip die anderen Zeitformen (present, past, past perfect).

immoral vs. unmoral

Gemeint soll ‘unmoralisch’ sein, aber nur ersterer Begriff ist richtig. ‘unmoral’ existiert nicht und das manchmal gehörte ‘amoral’ bedeutet, dass eine Sache nichts mit Moral gemein hat, nichts zu tun hat, …dass es keine Verbindung oder Beziehung zum Begriff Moral gibt.

individual vs. person

Beide Begriffe meinen “Person” und können beliebig ausgetauscht werden, allerdings klingt ‘Individual’ für manch einen etwas ‘gebildeter’. Wie auch immer, im informellen Gespräch sollte man, wenn immer passend, ‘Person’ verwenden, während man im schriftlichen Bereich bestimmt gerne einmal den anderen Ausdruck nimmt. Schon alleine, um etwas Abwechslung in den Text zu bringen.

 

in regard to vs. in regards to

Bedeutet: bezogen auf…/ in Bezug auf…

Wird häufig mit abschliessendem ‘s’ benutzt, was falsch ist:

‘Regards’, das sind Grüsse !

Um das Ganze aber noch verwirrender zu machen: ‘As regards Mr. Peter’s work, we…’, also benutzt mit ‘as’ wäre wiederum richtig, wenngleich dies wenig verwendet wird.

‘With regard to’ und ‘In regard to’, das sind die richtigen und häufigst benutzten Formen, die man auch verwenden sollte.

Was aber auch geht, ist die Benutzung der ‚…ING‘ Form: ‚I need to talk to you regarding your work‘.

it is (it was)

Besonders zur Betonung eines Satzteiles, Subjektes oder Objektes im schriftlichen Englisch benötigt:

“It was the miserable streets that caused the break-down of our car” (Es waren die elenden Strassen, die unseren Wagen kaputt machten).

“It was the children who made that noise” (Es waren die Kinder, die den Krach machten)

Wie man sieht, benutzen wir das Subjekt ‘streets’ bzw. ‘children’ zwar im Plural, aber es bleibt bei ‘it was’ statt ‘it were’. Letzteres existiert nicht!

‘It is’ wird zur Betonung in der Gegenwarts- und ‘It was’ zur Betonung in der Vergangenheitsform benutzt, gleich ob das betonte Subjekt oder auch betonte Objekt im Plural oder Singular stehen. Beispiel für Betonung des Objektes im Satz: “It was the neighbors they caught dancing naked on the streets” (Sie erwischten die Nachbarn nackt tanzend auf der Straße).

Zur Abgrenzung in der gesprochenen Sprache: natürlich kann man die Beispielsätze oben auch im gesprochenen Englisch verwenden, kein Zweifel, aber in der Sprache hat man ja auch die Möglichkeit mit der Stimme bestimmte Bereiche eines Satzes zu betonen, was im im Schriftlichen eben nicht geht und wofür man ‘It is (was)’ nimmt.

Im gesprochenen Englisch würde man bezogen auf obigen Beispielsatz sagen können: “The children made that noise”, wobei man ‘The children’ stark betont.

Abseits vom Zweck der Betonung kann man ‘It is (was)’ selbstverständlich in anderem Kontext benutzten, z.B. “It was not easy” (Es war nicht leicht), “It was not until 1996 that I saved enough money for an own car” (Erst 1996 hatte ich genug Geld für ein eigenes Auto gespart).

Merken: IMMER NUR im Singular verwenden