Everglades Nationalpark in Florida

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Everglades Nationalpark, Florida: Amerikanisches Krokodil in Cape Sable (photo: NPS)
Everglades Nationalpark, Florida: Amerikanisches Krokodil in Cape Sable (photo: NPS)

Der Everglades Nationalpark

Der Park wurde 1947 (6. Dezember 1947 durch Präsident Harry S. Truman in Everglades City) eingerichtet, um die subtropische Landschaft und die biologischen Bedingungen konservieren zu können.
Die Everglades sind der größte amerikanische Nationalpark östlich der Rocky Mountains. Ebenfalls gilt der Nationalpark leider als der bedrohteste weil durch Bewässerungsprojekte in Florida die Zuliefererflüsse nicht mehr ausreichend Wasser führen und das Sumpfgebiet erreichen.
Mehr als 1 Million Besucher (ein Viertel davon internationale Reisende) kommen alljährlich in den Park, der international den anerkannten Status einer World Heritage Site hat und als Wetland of International Significance sowie Biosphere Reserve von der UNESCO gesehen wird.

Park Eintrittsgebühr

Auto: $25; Motorrad $20; Parkeintritt gültig für 7 Tage. Überlegen Sie ebenfalls, ob Sie mehrere Parks besuchen werden und ob sich ein Jahrespass für alle U.S. Nationalparks lohnt: Jahrespass U.S. Nationalparks

 

Everglades Nationalpark, Florida: Alligator (photo: NPS / Lori Oberhofer)
Everglades Nationalpark, Florida: Alligator (photo: NPS / Lori Oberhofer)
Everglades Nationalpark, Florida: Alligator Nest (photo: NPS)
Everglades Nationalpark, Florida: Alligator Nest (photo: NPS)

Eine Feuchtlandschaft mit ungefähr 6.000 qkm Fläche und zugleich die grösste übriggebliebene subtropische Naturlandschaft der Nation. Dominiert von Mangroven und niedrigeren Sträuchern – kein Urwald, wie manch einer denkt.
Besuchen Sie Shark Valley, Eco Pond und den Anhinga Trail, wenn Sie auf genauere Beobachtungstour gehen wollen.

Die Everglades sind auch noch Heimat der vom Aussterben bedrohten Manatees (eine Art Seekuh) und des seltenen amerikanischen Krokodils, das sich gegenüber dem stark in der Überzahl befindlichen Alligatoren behaupten muss.
Daneben ist die Sumpflandschaft Lebensraum von ca. 600 Arten von Fischen, Schlangen, Alligatoren und See-Schildkröten.

Die Everglades sind grundsätzlich ein Süßwassergebiet, welches aus dem Lake Okeechobee (in der ‚Mitte‘ von Florida, nördl. der Everglades) versorgt wird. Im Prinzip sind die Everglades ein Fluss mit 50 mi Breite, durchsetzt mit Mangroven und Seegrass.

Entstehungsgeschichte

Etwa vor 10.000 bis 11.000 Jahren, am Ende der Pleistozän Eiszeit (Pleistocene Ice Age), die die letzte war und vor etwa 1.8 Millionen Jahren begann. Das Abschmelzen des Eises ließ den Meeresspiegel steigen und verwandelte die Region in ein Sumpfgebiet.
Mosquitos
Sind nicht zu leugnen. In den Wintermonaten nur leicht weniger als im Sommer. Wenn Sie Allergiker sind, sind die Everglades nichts für Sie. In den Shops in und um den Everglades gibt es jede Menge ‚Schutzmittel‘ zu kaufen, die natürlich nicht immer den 100% gewünschten Erfolg bringen. Sie können sich auch komplette ‚Tropenanzüge‘ mit Mosquito-Netzen zulegen, fraglich bleibt, ob Sie sich dann noch so wohl fühlen.
Kaufen Sie nur Produkte, die als Wirkstoff einen möglichst hohen Anteil von Deed enthalten, welches den sichersten Erfolg garantiert. Dies gilt für alle U.S. Staaten, wo Mosquitos vorkommen.

Eingänge

Haupteingang: von Homestead / Florida City aus: geöffnet 24 Stunden lang.
Nebeneingänge:
Shark Valley Eingang: geht vom Tamiami Trail / US 41 weg
Gulf Coast Eingang: südlich der Kreuzung von Tamiami Trail / US 41 und Route 29.

Wohnen

Außerhalb des Parks in Hotels/Motels oder im Park gibt es Campingplätze. Im Park gibt es keine Hotels.

Camping / Wohnmobile

Es gibt zwei Campingplätze im Everglades Nationalpark und beide sind zugänglich vom Homestead Eingang des Parks: Long Pine Key Campground sowie Flamingo Campground. Beide sind geeignet für Zelte sowie Wohnmobile.
Alle Details und Fragen zu Reservierung findet man am besten auf der offiziellen NPS Website, da sich die Informationen jederzeit ändern können.
www.nps.gov/ever/planyourvisit/camping.htm

Backcountry Camping

Man braucht eine Genehmigung (Permit), die man am Tag der Ankunft persönlich holen muss: Gulf Coast Visitor Center oder Flamingo Visitor Center. Das Permit kostet eine Gebühr.

Alle Details findet man am besten auf der offiziellen NPS Website, da sich die Informationen jederzeit ändern können.
www.nps.gov/ever/planyourvisit/backcamp.htm

Die Everglades – Interessante Fakten

Everglades Nationalpark ist die Heimat von über 1.000 Pflanzenarten. Ca. 20% dieser Arten gelten als nicht heimisch in der Region und als eingeschleppt. Einige davon verursachen Probleme und werden entfernt.

Everglades Nationalpark ist mehr als 6.000 qkm (1.5 Mio Acres) groß, was ihn zum 3. größten Nationalpark der zusammenhängenden Staaten macht, gleich hinter Yellowstone National Park (Nr. 2) und Death Valley National Park (Nr. 1).

Everglades Nationalpark liegt zwischen Meereshöhe und ca. 6m (20 feet) Höhe.

A pair of endangered wood storks needs about 440 pounds of fish during a breeding season to feed themselves and their young. Everglades Nationalpark dient als wichtigste Brutstätte für die gefährdeten Wood Storks (Störche), die während einer Brutsaison ca. 440 Pfund an Fischen verdrücken und zur Aufzucht der Jungen brauchen.

Das Everglades Ökosystem ist Heimat von über 350 dokumentierten Vogelarten.

Größtes Mangroven Ökosystem in der westlichen Hemisphäre

Everglades haben die größte zusammenhängende Fläche von Sawgrass Prairie in Nord Amerika. Sawgrass ist eine hochwachsende Gras Spezies, die auch deswegen Everglades River Grass genannt wird. Der Fachausdruck ist: Cladium jamaicense. Es kann ca. 3 m hoch werden.

Beste Reisezeit: Wetter, Klima, Temperaturen

Klima allgemein in den Everglades
Bedingt durch die Sumpflandschaft ist es ständig sehr feucht, was bedeutet, dass man kontinuierlich mit Mosquitos zu kämpfen hat. In den Wintermonaten ist es etwas besser als im Sommer. Lange Ärmel empfehlen sich bei allen Aktivitäten in den Everglades.

Die trockene Saison (Dry Season): Dezember bis April

Das Klima ist in dieser Zeit mild und angenehm, hat eine geringe Luftfeuchtigkeit und meistens klaren Himmel. Temperaturen erreichen tagsüber ca. 77° F (25° C) und nachts ca. 53° F (12° C). Dennoch kann es im Winter (Dezember und Januar) (aber selten) passieren, dass Kaltfronten die Temperaturen bis auf den Gefrierpunkt drücken.
Generell sind die Temperaturen der Trockensaison Grund, dass man deutlich weniger oder oft sogar gar keine Mosquitos hat. Für die Beobachtung von Tieren ist diese Saison ebenfalls hilfreich, da etliche Wasserlöcher austrocknen und die Tiere weniger Auswahl haben – daher kann man sie leichter finden.
Vogelbeobachtung ist in dieser Zeit auch noch besser, da es etliche Arten gibt, die nur zur Überwinterung hier in die Everglades kommen.

Die feuchte Sommer Jahreszeit (Wet Season): Mai bis November

In dieser Zeit kann man hohe Luftfeuchtigkeit und hohe Temperaturen erwarten. Temperaturen erreichen tagsüber ca. 90° F (32° C) und höher und nachts kaum Abkühlung. Die hohe Luftfeuchtigkeit von ca. 90% führt dazu, dass man die Temperatur deutlich wärmer empfindet, als sie tatsächlich ist. In Florida und anderen vergleichbaren Gegenden spricht man deswegen vom Heat Index, der auch im Wetterbericht genannt wird. Dies ist i.d.R. ein höherer Temperaturwert als der tatsächliche, aber der, der vom menschlichen Körper empfunden wird. Am Nachmittag muß man regelmäßig mit Gewittern rechnen.

Von Mitte Mai bis Mitte November ist offizielle Hurricane Saison in Florida und auch dies mag Beeinträchtigungen des Urlaubes mit sich bringen. Aber: Hurricanes entstehen nicht plötzlich und man hat einige tage Zeit, sich in Sicherheit zu bringen, falls einer des Weges kommt. Als Besucher, der nicht einmal eine Immobilie dort hat, ist ein Hurricane Risiko im Sommer daher kein Grund, vom Urlaub Abstand zu nehmen.
Durchschnittlicher Regenfall: 60 inches (152 cm) pro Jahr; Regenzeit: Mai bis September (was auch die Mosquito Hauptsaison ist)

Park Aktivitäten

Boote
Man kann Ruder- und auch kleinere Motorboote zum Selbstfahren mieten (in Flamingo und Everglades City). Ein Ausflug auf dem Wasser lohnt sich auf jeden Fall, wenngleich nicht immer Alligatoren zu sehen sind – schon gar nicht, wenn Sie mit dem Aussenborder soviel Krach machen. Aber bei langsamem Fahren, dichter an den Ufern, oder wenn Sie gleich mit einem Kanu losfahren, können Sie evtl. ein Exemplar bewundern. Auf jeden Fall sehen Sie die Vogelwelt.

Everglades Nationalpark, Florida: Great Egret (photo: NPS)
Everglades Nationalpark, Florida: Great Egret (photo: NPS)

Geführte Boot-Touren ins Hinterland werden von Flamingo Lodge aus angeboten. Auch von Everglades City und Naples werden Sightseeing Touren angeboten.
Von der US 41 im Norden des Parks (zwischen Miami und der Westküste) werden an vielen Punkten Airboot-Rides angeboten, das sind die Boote, die mit einer Art Flugzeug-Propeller angetrieben werden. Meistens sind die Boote so laut, dass man von der Tierwelt gar nichts mitkriegt, da die schon alle verschwunden sind, bevor das Boot da ist.

Fahrrad
ist erlaubt auf den Hauptverkehrswegen des Parks, auf der Shark Valley tram road, auf der Old Ingraham Highway, auf dem Long Pine Key Nature Trail und auf den Snake Bight und Rowdy Bend Trails bei Flamingo.

Wandern

Everglades Nationalpark hat Hunderte von Meilen Wanderwege:
156 Meilen (251 km) Trails und Kanu Trails
5 Meilen (8 km) asphaltierte Trails
1 Meie (1.6 km) spezielle Kurzwege, die wie Fußwege sind: Anhinga Trail, Pahayokee Overlook, Mahogany Hammock, Eco Pond, West Lake und Shark Valley.

Touren

Im Visitor Center kann man sich über angebotene Touren informieren.

Offizielle Park Website:

www.nps.gov/ever/

Broschüre des Everglades Nationalparks in DEUTSCH:

www.nps.gov/ever/planyourvisit/foreignlanguage.htm