Prächtige Südstaatenvillen in Privatbesitz öffnen ihre Türen zweimal im Jahr zu Führungen. Die nächsten „Pilgrimages“ in die Epoche der Baumwollbarone von Natchez am Mississippi beginnen am 1. Oktober 2010.
Natchez, drei Autostunden flussaufwärts von New Orleans am Mississippi gelegen, war vor mehr als 150 Jahren die reichste Stadt der USA. Auf Raddampfern verschifften hier Baumwollbarone das Gold des Südens; einen Teil ihrer aus Sklavenarbeit gepressten Gewinne gaben sie für Prachtbauten aus. Im Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 waren sie klug genug, die Stadt kampflos aufzugeben. Die Sklaverei war beendet, doch mehr als 500 der Häuser blieben unbeschädigt erhalten. Keine andere Stadt der USA besitzt nur annähernd so viele „Antebellum“-Häuser aus der Vorkriegszeit. In den meisten der liebevoll renovierten Villen leben heute Familien. Zweimal im Jahr, im Frühling und im Herbst, zeigen sie Reisenden die prächtigen Zimmer und Salons von 25 Anwesen. Gastgeber führen in Kostümen durch die Räume, einige der Damen auch in den weiten Kleidern der „Southern Belles“ des alten Südens. „Pilgrimages“ heißen diese ganz besonderen Wochen, weil es sich lohnt, dafür an den Mississippi zu pilgern.
Die nächsten Herbst-Pilgrimages plant Natchez für den 1. bis 15. Oktober 2010. Geführte Touren durch drei Häuser kosten umgerechnet 23 Euro. Zusätzlich zu den Geschichten von damals, die die Eigentümer erzählen, können sich die Besucher auch die Komödie „Southern Exposure“ im Natchez Little Theatre ansehen. Eintrittskarten zu den Führungen und der Komödie bucht man unter www.natchezpilgrimage.com. Dort stehen auch das Programm und Informationen über die Villen. Einige der Plantagenhäuser sind als Bed & Breakfast ganzjährig geöffnet.

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