Der Südwesten der USA — Utah

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Der Beiname bedeutet „Bienenstock“ Staat – zu verstehen im Sinne, dass man bienenfleißig, ausdauernd und sparsam für sich selbst ist, um ans Ziel zu kommen und etwas zu erwirtschaften – alte Pionier-Tugenden. So haben es die Siedler geprägt und das wurde in das Staats Emblem sowie den Beinamen übernommen.
„Wenn es einen Platz gibt, an dem kein anderer hin möchte, dann möchte ich dorthin!“ sagte Brigham Young, der „Führer der Heiligen der letzten Tage“. Im Sommer 1847 machte er sich auf den Weg, auf der Suche nach diesem Platz. und bekam als erster Mormone das Great Salt Lake Valley zu Gesicht. Die Mormonen haben schließlich diese trockene Wüstenland zu einer blühenden Oase gemacht.
Der Name „Utah“ ist abgeleitet vom Namen des hier ehemals lebenden Indianerstammes, der „Utes“.

Utah ist reich an Bergen, hat ca. ein Dutzend Parks, kristallklare Seen, ein trockenes Sommerklima und im Norden des Staates perfekten Pulverschnee im Winter.

Utah Süden ist Heimat von einigen der interessantesten Nationalparks der USA; im Norden rund um Salt Lake City finden sich einige der besten Skigebiete des Landes.
Salt Lake City ist somit Ausgangspunkt für Wintersportaktivitäten und Moab ist ein Startpunkt für die bedeutenden Naturparks Arches Nationalpark, Bryce Canyon Nationalpark, Canyonlands Nationalpark, Monument Valley sowie für Aktivitäten wie Rafting, Mountain Biking, Kajak, Reiten, Off-Road etc. Mehr zu den Parks unter dem Stichwort Nationalparks: Nationalparks

Grand-Staircase-Escalante (Bild: denalimultimedia llc, fs)
Grand-Staircase-Escalante (Bild: denalimultimedia llc, fs)

Moab

Moab, die Stadt, die auf den Colorado River hinabschaut, war eine der Städte des Wilden Westens in der Butch Cassidy und andere Berühmtheiten ein- und ausgingen.
Das kleine Städtchen Moab hat eines der besten Informationszentren für Freizeitgestaltung in Utah. In den Straßen der Stadt herrscht offene Tür in gemütlichen Restaurants, Open-Air Cafes. Oder streifen Sie durch teils ungewöhnliche Souvenirgeschäfte.
Die Stadt, die auf den Colorado River hinabschaut, war eine der Städte des Wilden Westens in der Butch Cassidy und andere Berühmtheiten ein- und ausgingen. So diente Moab auch regelmäßig als Drehort für Filme.
Moab ist der Ausgangspunkt für Ausflüge in den Arches Nationalpark und für viele andere Aktivitäten, u.a. Mountain Biking. Moab wird von Mountain Bikern als die Hauptstadt dieses Sportes bezeichnet.

Off-Road, Jeep- sowie ATV Tours

Weiterhin ist dies der Ort für alle motorisierten Off-Road Freunde, gleich ob mit Dirt-Bike, ATV oder Jeep. Auch in den Parks, z.B. Canyonlands kann man Off-Road gehen. Wichtig ist genug Wasser und Benzin zu haben. Wer unerfahren ist, sollte auf den Wegen bleiben, wobei auch die schon ganz schön ausgefahren sein können. Karten lesen können ist ein weiteres Plus, falls Sie nicht verloren gehen wollen.

Es gibt geführte ATV Tours sowie ungeführte Touren für Jeep Wrangler und ATV’s, die man an etlichen Stellen in der Stadt mieten kann.
Eine Tour zum Selbstfahren mit einem Jeep ist Chickens Corner: insgesamt einfach zu fahren mit ein paar schwierigeren Stellen. Die insgesamt nur 25 mi lange Strecke (nur ‚hin‘) dauert ca. 2-3 Stunden, je nachdem wie schnell man fährt und wie oft man anhält. Es kann leicht zu 4 Stunden werden! Rückweg geht meistens deutlich schneller. Man fährt zu Beginn und am Ende der Strecke am Colorado River entlang. Die Tour endet gegenüber von Dead Horse State Park und man hat ebenfalls einen tollen Blick auf den Colorado River.

Mountain Biking

Utah ist das Mountain Bike Gebiet schlechthin – von den Ausblicken her und von den Schwierigkeitsgraden.
White Rim Trail: Beginnt bei Moab und ist eine alte 4-Wheeler Straße am Canyon Rand entlang – 340m über dem Green River und Colorado River.
Liegt im Canyonlands National Park, südwestlich von Moab. 26 mi mittlerer Schwierigkeit.
Slidrock Bike Trail bei Moab: Der bekannteste Trail der Gegend, dies mittlerweile weltweit. Hier trifft man sich. Phantastische Ausblicke und ‚real off-road’…
Eine Testschleife für Mountain Biker, die keine Erfahrung auf dem roten, teilweise rutschigen, Stein haben, findet sich am Anfang des Trails. Zeitaufwand ist ca. 2-4 Stunden für die Rundstrecke, je nach Erfahrung.

Umgebung von Moab: Highway 279 bis an den Colorado River

Bei der Straße, die direkt an den Colorado River fuehrt, handelt es sich um den Utah Highway 279, auch Potash Lower Colorado Scenic Byway genannt.

Wenn man in Moab auf der Hauptstraße (North Main Street) Richtung Nord fährt und die Stadt verlässt, dann kommt man gleich am Ortsausgang über eine kleine Brücke, die den Colorado River überspannt. Von dort aus bleiben Sie auf der Straße für weitere ca. 1.3 mi und biegen dann links (West) auf die „279“ (man sollte ebenfalls ein Schild mit „Potash“ hier sehen, aber das können wir nicht dauerhaft garantieren).

Nach kurzer Fahrt werden Sie dan zur Ihrer ‚Rechten‘ Steilwände sehen und achten Sie dabei auf die ‚Petroglyphen‘, die aus der Zeit der Anasazi Indianer stammen. Oft erkennen Sie die Stellen daran, dass schon andere Autos am Straßenrand parken. Auf jeden Fall führt Sie die Straße weiter und direkt an den Colorado River, der zu Ihrer Linken fliesst.

Die beste Stelle zum Anhalten und die Füsse in den Fluss zu stecken werden Sie leicht selbst finden, aber als Anhaltspunkt: es gibt auf der linken Seite eine Art Picnic Area bzw. mittlerweile auch ausgebaut zum Campingplatz.

Mehr in der Umgebung:

Wenn Sie auf der 279 weiter fahren Richtung Westen, dann kommen Sie zur Dead Horse Point Rd (nach insgesamt vielleicht 13-15 mi auf der 279), die Sie zum Dead Horse Point State Park bringt, der Ihnen eine atemberaubende Sicht auf den dort grünen Colorado River von hoch oben gibt. Eine Stelle, die man nicht missen sollte.

Die ganze Gegend rund um Canyonlands ist beeindruckend, aber noch ein Tip: falls Sie bis hinunter nach Arizona auf Ihrer Reise kommen, dann haben wir einen weiteren Tip für Colorado River Freunde in der Nähe von Page, Arizona: Horseshoe Bend.

 

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