Capitol Reef Nationalpark, Utah

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Waterpocket Fold vom Chimney Rock Trail aus, Capitol Reef NP (photo: NPS/Chris Roundtree)
Waterpocket Fold vom Chimney Rock Trail aus, Capitol Reef NP (photo: NPS/Chris Roundtree)
Fruita Campground, Capitol Reef NP (photo: NPS/Hannah Taylor)
Fruita Campground, Capitol Reef NP (photo: NPS/Hannah Taylor)
Fruita Orchard, Capitol Reef NP (photo: NPS/Jacob Frank)
Fruita Orchard, Capitol Reef NP (photo: NPS/Jacob Frank)
Upper Cathedral Valley, Capitol Reef NP (photo: NPS/Travis Lovell)
Upper Cathedral Valley, Capitol Reef NP (photo: NPS/Travis Lovell)

Eine gigantische, gekrümmte Falte in der Erdkruste erstreckt sich über 160 km im mittleren Südutah südostwärts vom Thousand Lake Mountain bis hin zum Lake Powell und veranschaulichen, wie sich die Erdoberfläche gebildet hat.

Diese eindrucksvolle Felsenlandschaft, die durch die selben gewaltigen Kräfte entstanden ist, die das Colorado Plateau vor 65 Millionen Jahren formten, wird Waterpocket-Fold (Wassertaschenfalte) genannt. Der Capitol Reef National Park präsentiert die Erdfalte und ihr spektakuläres, erodiertes Wirrwarr von bunten Klippen, massiven Wölbungen, in den Himmel ragenden Spitzsäulen, starren Monolithen, sich windenden Schluchten und anmutigen Bögen.

Aber das Waterpocket-Fold Gebiet hat mehr zu bieten: den Fremont River und den weiten Wüstenhimmel; Kakteen, Eichelhäher, Eidechsen, Hasen, Wacholder, Akeleien und Hirsche. Indianer jagten hier und betrieben Ackerbau mehr als 1000 Jahre lang; und später siedelten hier Mormonenpioniere mit ihren Familien. Poeten, Künstler, Photographen und jene, die sich einfach nur in der Abgeschiedenheit und Großartigkeit dieser Weite erholen wollen, finden hier Inspiration. Die Welt der Waterpocket-Fold erstreckt sich über 160 km… und weiter.

Entstehung des Waterpocket Fold

Die Waterpocket-Fold besteht aus zahlreichen Schichten von Ablagerungsgestein. Diese ursprünglich horizontalen Schichten wurden von Sedimenten geformt, die sich über hunderttausende von Jahren in Meeren, Gezeitenniederungen, Wüsten und anderen Umgebungen ablagerten. Als sich dann die riesige Landmasse des Colorado Plateaus zu heben began, wurden die hiesigen Gesteinsschichten zu einer gigantischen Falte aufgeworfen. Allmählich wurden viele der oberen Schichten der alten Falte vollständig weggewaschen, so daß heute nur eine Andeutung der früheren ungeheuerlichen Größe der Waterpocket-Fold bleibt. Während Wind und Wasser weiter langsam die Falte abtragen, entstehen aus dem Gestein neue Formen

Aktivitäten

Die meisten Besucher geniessen die Landschaft einfach vom Auto aus und fahren die vielen Aussichtspunkte an.

Aber: Der Park ist ein Paradies für jede Art von Wanderung. Die Auswahl der Wege hat für jeden Anspruch und jede Kondition etwas dabei.

Capitol Reef hat außerdem zahlreiche (unbefestigte) Strassen, die szenenreiche Ausblicke versprechen. Man muss mit dem Visitor Center klären, ob das eigene Fahrzeug für eine geplante Strasse ausgelegt ist.

Daten & Fakten

Öffnungszeiten
Der Park ist ganzjährig geöffnet.

Anfahrt

Der Highway 24 führt Ost-West verlaufend in und durch den Park.

Visitor Center

Das Besucherzentrum des Parkes bietet eine Vielfalt an Brochüren, Büchern, Landkarten, Ausstellungen und ein kurzes Diaprogramm zur Orientierung. Parkpersonal steht zur Verfügung, um Ihnen beim Planen Ihres Besuches zu helfen und um Ihre Fragen zu beantworten. Zeiten für besondere Parkaktivitäten werden öffentlich ausgehangen. Das Besucherzentrum ist abgesehen von einigen Nationalfeiertagen täglich geöffnet.

Eine Picknickstelle in der Nähe des Besucherzentrums bietet Tische, Grillvorrichtungen, Toiletten, Trinkwasser und schattige Bäume. Einfache Picknickstellen entlang des Burr Trail und der Caineville Wash Straße haben zwar Tische, aber nichts anderes…seien Sie vorbereitet.

Eintritt

Pro Fahrzeug $20; pro Motorrad $15; zu Fuß oder Fahrrad $10; jeweils gültig für 7 Tage

Sparen mit dem U.S.-weiten Jahrespass, was sich schon ab 3-4 besuchten Parks rentiert: U.S. Nationalpark Jahrespass America the Beautiful

Nationalpark Website: https://www.nps.gov/care/

Unterkunft Wohnen Hotel Camping Capitol Reef Nationalpark

Verpflegung, Campingausstattung, Benzin und Unterkünfte werden im Park nicht angeboten. Nahegelegene Ortschaften bieten diese und andere Dienstleistungen.

Wohnen im Park

Nicht möglich. Motels gibt es in den umliegenden Ortschaften.

Wohnen ausserhalb des Parks

Torrey an der westlichen Seite des Parks am Highway 24 bietet Unterkunft. Wenn Sie von Osten anreisen, ist Hanksville am highwaz 24 eine Möglichkeit oder weiter enfernt liegt Moab, Utah.

Campingplätze

Fruita Campground, Capitol Reef NP (photo: NPS/Hannah Taylor)
Fruita Campground, Capitol Reef NP (photo: NPS/Hannah Taylor)

Der Fruita Campingplatz, ausgestattet sowohl für Zelte als auch Campingbusse und Wohnwagen ist das ganze Jahr geöffnet. Frühzeitiges Kommen sichert Ihnen einen guten Platz. Der Campingplatz hat 71 Stellplätze, Picknicktische, Grillvorichtungen und Toiletten; Trinkwasser steht außerdem zur Verfügung. Eine Platzgebühr muß bezahlt werden. Schul- und andere Gruppen können beim Park im Voraus einen großen Gruppenstellplatz reservieren. Zwei einfache Zeltplätze, Cathedral Valley und Cedar Mesa (Zedernebene), sind das ganze Jahr geöffnet. Durch frühzeitige Ankunft sichern Sie sich einen Platz. Beide Zeltplätze haben jeweils fünf Stellplätze, Tische, Grillvorrichtungen und Latrinen, aber kein Wasser. Zelten im Hinterland ist im Großteil des Parkes erlaubt; ein kostenloser Genehmigungsschein ist erforderlich.

Fruita Campground

Der einzige voll erschlossene Campingplatz im Park.

Cedar Mesa Campground

35 mi südlich des Vistior Centers an der Notom-Bullfrog Road.

Cathedral Valley Campground

Gelegen auf der Cathedral Valley Loop Rd, die durch den Cathedral District geht. Ca. 36 mi vom Visitor Center entfernt.

Reisezeit / Saison

Geöffnet ganzjährig.

Frühling und Herbst sind klimatisch am einfachsten. Der Sommer ist die Hauptreisezeit, wenngleich für körperliche Aktivitäten sehr anstrengend. Frühling und Herbst sind deswegen die besten Reisezeiten mit angenehmen Temperaturen.
Im Sommer kann es weit über 35 Grad werden; Winter bedeutet teilweise sehr kalt (vor allem der Wind). Siehe nachfolgend.

Klima & Temperaturen

Im Sommer erreichen die Temperaturen oft 30º C, obwohl es sich nachts bis auf 10º bis 15º C abkühlen kann. Die Gewitterzeit von Juli bis September bringt häufige Wolkenbrüche, Springflutgefahr, Blitze, aber auch die Schönheit großartiger Wolkenformationen.

Frühling und Herbst sind aufgrund ihrer milderen Temperaturen (um 10º bis 15º C) ideale Monate für Langstreckenwanderungen und andere anstrengendere Unternehmungen.

Winterhöchsttemperaturen rangieren durchschnittlich unter 10º C. Schneefälle, besonders auf unteren Höhen, sind gewöhnlich leicht.

Während des ganzen Jahres herrscht niedrige Luftfeuchtigkeit.

Empfohlene Kleidung

In den heissen Sommermonaten ist atmungsaktive Kleidung angeraten. Eine Kopfbedeckung ist ebenfalls wichtig.

Wasser Vorrat

Haben Sie immer ausreichend Wasser bei sich – mindestens 4 Liter pro Person pro Tag im Sommer. Zuverläßige Trinkwasserquellen außerhalb Fruitas sind sehr selten. Passen Sie Ihren Schritt dem heißen Wetter und der Höhe an.

MonatMaxMin
Jan5,0-8,8
Feb10,0-5,0
Mrz16,6-0,6
Apr22,23,9
Mai27,28,3
Jun32,712,2
Jul35,516,1
Aug33,815
Sep28,910,0
Okt21,63,3
Nov13,9-2,8
Dez6,1-7,2
The Tanks, Capitol Reef NP (photo: NPS/Jacob Frank)
The Tanks, Capitol Reef NP (photo: NPS/Jacob Frank)
Chimney Rock, Capitol Reef NP (photo: NPS/Chris Roundtree)
Chimney Rock, Capitol Reef NP (photo: NPS/Chris Roundtree)
Hickman Bridge, Capitol Reef NP (photo: NPS/Chris Roundtree)
Hickman Bridge, Capitol Reef NP (photo: NPS/Chris Roundtree)
The Castle, Capitol Reef NP (photo: NPS/Jacob Frank)
The Castle, Capitol Reef NP (photo: NPS/Jacob Frank)
Upper Cathedral Valley, Capitol Reef NP (photo: NPS/Travis Lovell)
Upper Cathedral Valley, Capitol Reef NP (photo: NPS/Travis Lovell)

Die Autostrecken

Man kann das Waterpocket-Fold Gebiet entlang des Utah Highway 24 und des Senic Drive (Panoramastraße), der Nord-Süd vom Fruita Visitor Center aus verlaufenden Capitol Reef Rd, erkunden.

Der Utah Highway 24 ist die Haupt Ost-West Verbindung durch den Park und diese Panoramastraße ist eine Schotterstraße, die eine 40 km lange Tour des Parkes erlaubt.
Der Utah Highway 24, 1962 gebaut, folgt dem sich schlängelnden Fremont River entlang seinen Windungen durch die Falte. Über der Straße erheben sich die schillernd gefärbten Klippen und Wölbungen des Capitol Reef, das dem Park seinen Namen gibt. Dieser besonders majestätische Teil der Waterpocket-Fold erhält seinen Namen von den gewölbten weißen Steindomen und seinen fast ungangbaren Bergrücken. Die Pioniere nannten diese Felsen manchmal “reefs” (Riffe]).
Die Panoramastraße folgt der Westseite der Falte und führt zu Grand Wash (Großes Schwemmland) und Capitol Gorge (Kapitol Schlucht), zwei tiefen, gewundenen vom Wasser geschliffenen Schluchten mit senkrechten Wänden. Entlang der Panoramastraße führen Pfade zu Aussichtspunkten, abgelegenen Schluchten, naturgeformten Steinbögen und glatten Felsmassen. Ein herrlicher Blick auf das Waterpocket-Fold Gebiet bietet sich auch von Haupt- und Nebenstraßen außerhalb des Parkes.

Eines dieser weitschweifenden Panoramen kann man entlang des Utah Highway 12 westlich des Parkes in einer Höhe von mehr als 3000 m sehen.

Hinweise zu Strassen und Touren

Mehr über die geologischen und historischen Naturbesonderheiten, die man entlang der Straßen und Pfade des Parkes sehen kann, efährt man im Visitor Center, wo es auch Bücher und Broschüren gibt. Teils kostenlose Informationen, teils käuflich zu erwerbende.
Ein illustrierter Führer für die Panoramastraße ist im Besucherzentrum erhältlich.

Führer für Straßentouren des Cathedral Valley, Strike Valley, Circle Cliffs (Kreisklippen) und Boulder Mountain (Felsenberg) können ebenfalls erworben werden.

Ungepflasterte Straßen, die für PKW-Nutzung gekennzeichnet sind, einschließlich Teilstrecken der Panoramastraße und Straßen zu entlegenen Gegenden südlich des Fremont River, können gewöhnlich ohne Schwierigkeiten befahren werden.

Wegen ihrer Unebenheit sind andere ungepflasterte Hinterlandstraßen nur für Allradantrieb- oder hochgelagerte Zweiradantriebfahrzeuge geeignet.

Regen und Schnee können einige Straßen von Zeit zu Zeit unbefahrbar machen.
Bitte erkundigen Sie sich beim Parkpersonal nach den gegenwärtigen Straßenzuständen, bevor Sie Ihre Fahrt beginnen.

Trails (Wanderwege)

Trails bieten eine langsamere, intimere Art, den Park zu entdecken. Entlang eines Trails können Sie einen kühlen, schattigen Ruheplatz nahe dem Freemont River finden, durch einen einsamen, steilwandigen Canyon wandern, auf einer hohen Klippe stehen und die Unermeßlichkeit des Waterpocket-Fold Gebietes überblicken oder auf versteckte geologische Raritäten wie Hickman Bridge, eine 40 m lange Sandsteinbrücke, stoßen. Besucher, die am Beobachten von Wild oder am Fotografieren von wildwachsenden Blumen interessiert sind, erwartet reiche Belohnung. Sie können zwischen kurzen Spaziergängen oder anstrengenden Wanderungen durch rauhes Gelände, die einen Tag oder länger dauern können, wählen. Für weitere Informationen, einschließlich topographischer Karten, Reiseführern und Zustandsberichten schauen Sie bitte beim Besucherzentrum vorbei.

Spezielle Aktivitäten

Von Mai bis September bietet der Park viele Sonderprogramme, einschließlich geführten Wanderungen, abendlichen Lagerfeuerprogrammen des Freiluftamphitheaters in der Nähe des Fruita Zeltplatzes und Autokarawantouren. Zeiten werden im Besucherzentrum veröffentlicht.

Eine weitere Aktivität, die Ihnen Freude bringen kann, ist das Obstpflücken in den historischen Fruita Obstgärten. Äpfel, Kirschen und andere Früchte reifen von Juli bis Oktober. Jedermann darf eine Handvoll als Zwischenmahlzeit pflücken. Der Parkinspektor setzt bestimmte Zeiten fest, zu denen größere Mengen Obst gegen eine Gebühr geerntet werden können. Weitere Informationen sind im Besucherzentrum erhältlich.

Capitol Reef’s Freemont River Gegend

Das Leben im Waterpocket-Fold Gebiet ist am üppigsten entlang des Freemont Flusses. Ureinwohner Amerikas, frühere Pioniere, feuchtigkeitsliebende Pflanzen und Tiere haben alle nahe seinen Wassern Zuflucht gefunden.

Indianer der wenig bekannten, aber weit verbreiteten “Freemont Kultur” lebten schon 700 n.Chr. entlang des Flusses und teilten sich die zerklüftete Felsenwüste des Colorado Plateaus mit den Anasazi, die im Süden lebten.
Die Freemont Indianer jagten und sammelten ihre Nahrung und bauten auch Mais, Bohnen und Kürbise an. Als sie rätselhafterweise ungefähr 1250 n.Chr. verschwanden, hinterließen sie nur wenige Spuren ihres Lebenswandels hier.
Ihre Felsenmalereien (Piktographen) und Ritzzeichnungen (Petroglyphen) an den Canyonwänden sind noch an einigen Stellen sichtbar. Später jagten nomadische Ute und Paiute Indianer im Waterpocket-Fold Gebiet.

Forscher, Mormonenpioniere und Andere begannen Ende des 19. Jahrhunderts, in das Tal des Freemont Rivers vorzudringen. Wer jenseits des Tales siedeln wollte, mußte durch das rauhe Gelände der Waterpocket-Fold.
Capital Gorge war eine enge, steinige Reiseroute, die durch die Falte führte. Eine Gesteinswand, Pionierregister genannt, ist mit den Namen von Bergleuten, Siedlern und Anderen, die von 1871 an durch diese Schlucht zogen, übersät.
Um 1917 war eine kleine Mormonengemeinde an den Ufern des Freemont in Fruita schon voller Leben. Mit geschickter Bewässerung des guten Talbodens wurde Fruita für seine ertragreichen Obstgärten und die Qualität des Obstes bekannt.
Manchmal ereigneten sich Überschwemmungen, aber dem Ort blieb jegliche schwere Verwüstung erspart. Nach der Schaffung des Capitol Reef National Monuments (später Capitol Reef National Park) im Jahre 1937 zogen die Bauern und ihre Familien allmählich in andere Gebiete.
Das Erbe dieser Pioniere ist in einem alten, hölzernen Schulhaus, in dem seinerzeit geselliges Beisammensein, Tanzveranstaltungen und Kirchenversammlungen stattfanden, in anderen Bauten, in historischen Obstgärten und Feldern überall in Fruita noch lebendig.

Heutzutage besteht die Vegetation entlang des Freemont River aus amerikanischen Pappeln, Weiden und Eschen, die jedes Frühjahr ein Band frischen Grüns hervorbringen, sowie aus Indian Paintbrush (Castilleja), Golderbse und anderen wildwachsenden Blumen der Jahreszeit.
Eine Vielfalt an Tieren wird vom Wasser angezogen: tausende von Vögeln, vom Hüttensänger bis zur Zugente, und Säugetiere, vom Murmeltier bis zum Mule Deer, eine Art Reh.
Aber sobald man sich auch nur wenige hundert Meter vom Fluß entfernt, so dominiert das strengere, spärlichere Wüstenklima.

Capitol Reef’s rote Felslandschaft, das Hinterland

Kilometerlange ungepflasterte Straßen führen in entlegene Ecken des Waterpocket-Fold Gebietes, einst nur interessant für Cowboys, Geologen, Bergleute und Schafhirten.

Heute bieten diese Stellen Parkbesuchern natürliche Schönheit und Abgeschiedenheit.

In unermesslichen Weiten wie Cathedral Valley fliegen Steinadler und steinerne Monolithentürme erheben sich über den sandigen Wüstenebenen.

In abgeschiedenen Schluchten wie Halls Creek Canyon schmücken hängende Affenblumen- und Frauenhaarfarngärten die Canyon Wände. Auf vielen Straßen, einschließlich des Burr Trails, wo die Szenerie immer atemberaubender wird, je höher die Straße steigt, können Sie Aussichtspunkte finden.

Waterpockets (Wasser-Tümpel / Pfützen) und die Tierwelt

Im Hinterland dominiert die Wüste und steht in starkem Kontrast zum Freemont River Tal, einer seltenen Oase. Jährlich fallen weniger als 200 mm Regen, der meiste während Spätsommergewittern. Diese Gewitter können trockene, sandige Flußbetten in reißende Ströme verwandeln, die einige Lebensformen bedrohen und andere erhalten. Gewundene, krüppelige Wacholderbüsche und Pinyon-Kiefern, die zusammen mit anderen Pflanzen die Landschaft übersäen, zeugen von der Strenge der Wüste. Aber viele Pflanzen und Tiere haben sich gut an das Leben hier angepasst.

Kängeruhratten, Eidechsen, Kakteen und Melden bewältigen die jährliche Wasserknappheit der Wüste auf ihre eigene Weise. Einige sind Experten im Sammeln und Aufbewahren von Wasser, andere spezialisieren in Wasserkonservation, wieder andere können beides.

Viele Tiere bewegen sich nur bei Nacht, um der Hitze des Tages zu entfliehen, deshalb kann der flüchtige Beobachter die Fülle des Tierlebens in der Wüste leicht unterschätzen.

Gelegentlich sammeln sich Regenwasserpfützen in Waterpockets (Wasserloch) genannten, erodierten, schlüsselähnlichen Vertiefungen im Fels.
Merkwürdigerweise gibt das kleine Wasserloch der massiven Falte, die die Landschaft beherrscht, ihren Namen. Dickhornschafe, Luchse – und sogar Menschen – haben ihren Durst an diesen Tümpeln gestillt.

Mindestens eine Tierart, die Spatenfußkröte, nutzt die Wasserlöcher als Platz zum Leben und Fortpflanzen. Aus den ins Wasser abgelegten Eiern schlüpfen innerhalb weniger Tage nach einem Regen kleine Kaulquappen.
Die Kaulquappen wachsen zu Kröten heran, bevor die Tümpel austrocknen und wiederholen den Kreislauf, wenn sich die Tümpel wieder füllen. So geht das Leben im Waterpocket-Fold Gebiet weiter.