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Freitag, 23. Oktober, 2020
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Bail-out USA Wirtschaft: Obama’s Vorgehen und Ideen gut

Wenn es nach den drei grossen Automobilfirmen (GM, Ford, Chrysler) ginge, dann hätte das Geld für den Bail-out schon längst auf dem Tisch liegen müssen. Auch wenn Obama im Moment noch nicht Präsident  in Amt und Würden ist und als sogenannter ‚president-elect‘ (gewählter neuer Präsident) keine Machtbefugnisse hat, so läßt er seine Meinung nicht im Geheimen.
Er würde gerne sehen, dass die 3 Firmen erst einmal mit einem Geschäftsplan aufwarten, der irgend etwas andeuten sollte, wo die beabsichtigten Änderungen für den zukünftigen Weg der Firma liegen. Denn ohne Kurswechsel ist es nicht wahrscheinlich, dass das Geld sinnvoll verwendet wird.

Einfach nur Geld geben und so weitermachen wie bisher kann keinesfalls die Lösung sein.

Wir sind nicht der Entscheidungsträger hier und da tut man sich mit Meinungen leicht  aber was würde der gesunde Menschenverstand hier sagen? Für uns bleibt es nebulös, warum die Manager von GM, Chrysler und Ford  nicht ihren Hut nehmen müssen sollten, bevor auch nur ein Dollar in die Firma fließt – sozusagen als Voraussetzung für die Milliardenzuwendungen. Kein Politiker kann das fordern, aber die Firmen sollten es in eigenem Interesse veranlassen. 
Die Zeichen der Zeit und die Rezession sind lange bekannt gewesen, wenngleich nicht offiziell anerkannt. Aber kein Manager braucht Politiker, um endgültig zu sehen, dass sich die Wirtschaft in der Rezession oder auf dem Wege dahin befindet. Deswegen kann man einen oder mehrere Politiker nicht verantwortlich machen, wie so mancher gerne würde. Es obliegt der Firmenleitung, rechtzeitig die Zeichen der Zeit zu erkennen und sich anzupassen. Firmen Manager wie die von AIG, Citi-Bank, GM, Chrysler (und da sollten wir auch zu Mercedes kommen), Ford und wie immer sie heissen, sind anscheinend nicht ausreichend kompetent und gehören deswegen lange schon gekündigt? Eine Firma zu leiten, während es der Wirtschaft gut geht, ist einfach(er) als wenn es gilt zukunftsweisende, korrigierende Maßnahmen in schwierigen Zeiten bei Problemkindern einzuleiten.

Die CEO’s von GM, Ford und Chrysler beziehen ca. ein Jahresgehalt von +-2 Mio Dollar (einer etwas mehr und der andere etwas weniger, das ist hier irrelevant). Alle haben sich gemäß Ihrer Sprecher sofort bereit erklärt ein symbolisches Gehalt von $1 zu akzeptieren. Ein guter Marketing Schritt. Aber was ist mit den restlichen Bezügen? Bonus, Stock Options, Pensionszahlungen und etlichen weiteren Zuwendungen? GM’s Top Mann (Chairman & CEO) Mr. Wagoner könnte auf Gesamt-Einkünfte von ca. 15-20 Mio Dollar pro Jahr kommen, wenn man einmal etwas recherchiert! Vergessen sollte ebenfalls nicht sein, dass bereits mit Vertragsbeginn die Ablösezahlung festgelegt wird, die beim Ausscheiden aus der Firma gezahlt wird. Das ist üblich und natürlich unverständlich, denn warum sollte jemand noch Zuwendungen bekommen, wenn er rausgeschmissen wird oder nicht fähig ist eine Firma zu leiten? In einem Artikel des Wall Street Jourmals vom 18. November 2008 wird sehr schön beschrieben, wie genau Belohungszahlungen ausgesehen haben für CEO’s, deren Firmen im gleichen Jahr oder Vorjahr Miese gemacht hatten!

Fazit: inkompetente Manager sollten in den betreffenden Firmen abgelöst werden durch Nachwuchs, der seine Verpflichtung wieder ernst nimmt und es sollte beim Vertrag keine Terminierungszahlung vereinbart werden, die unabhängig vom Erfolg gezahlt wird. Leistung soll honoriert werden, auch mit angemessenen Beträgen, wenn es zum Wohl der Wirtschaft und Arbeitnehmer ist (also nicht nur der Aktionäre, die so manche Firma in Wert-Dimensionen treiben, die keinen relevanten Gegenwert mehr haben). Aber wo nimmt man diesen Nachwuchs her, der vielleicht bereits auf der Uni lernt, dass man als Manager in erster Linie dem Aktionär gegenüber verantwortlich sein sollte in der (sozialen oder freien) Markwirtschaft?

Es wird spannend werden, wie sich die Lage entwickelt in den folgenden Monaten.

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