68 Abfahrten mit Blick aufs Meer Während man sich hierzulande um ausreichend Schnee sorgt, carven die Skifahrer sorgenlos auf den Hängen im Süden des 49. US-Bundesstaates.

Mount Alyeska

60 Kilometer südlich von Anchorage lockt der Mount Alyeska, Alaskas attraktivster Winterspielplatz. Moderne Skilifte erschließen ein weitläufiges Terrain mit 68 Abfahrten aller Schwierigkeitsgrade. Eine Kabinenbahn saust praktisch aus der Hotelhalle des luxuriösen Hotel Alyeska hinaus und mitten hinein ins Skigebiet. Trotz der geringen Höhenlage von 80 bis 800 Meter wird der Mount Alyeska stets mit reichlich weißer Pracht versorgt. 15 Meter Schneefall im Jahresdurchschnitt – da müssen sich selbst die Superressorts von Colorado, Utah oder Wyoming nach der Decke strecken. Doch mit denen will sich das Skigebiet am Mount Alyeska ohnehin nicht messen. Seine Einzigartigkeit lässt sich nicht mit Pistenkilometern oder Liftkapazitäten dokumentieren. Sie liegt in dem außergewöhnlichen Drumherum: Wo sonst hat man bei jedem Schwung das Meer vor der Nase? Wo kann man vom „Seven Glaciers“ Gourmet-Bergrestaurant aus bei Karibu-Steak oder Lachsfilet einen unverstellten Blick auf sieben Gletscher genießen? Und wo sonst leuchten mit ein bisschen Glück die Polarlichter zum Panoramafenster herein?

1973 tauchte der Mount Alyeska als Austragungsort eines Weltcup-Riesenslaloms erstmals auf der Skilandkarte auf. Und genau an diesem Skiberg ging ein Stern am Rennsport-Himmel auf: Hansi Hinterseer, damals 19 Jahre alt, gewann hier sein erstes Weltcuprennen. Viele Jahre sind seitdem vergangen und heute man weiß, dass die eisig kalten Winter lediglich eine Fiktion sind. So richtig gemütlich wird’s ab Mitte Februar. Da scheint die Sonne fast vierzehn Stunden täglich und beschert komfortable Tagestemperaturen um den Gefrierpunkt und wärmer. Wer die endlosen Tiefschneemöglichkeiten kennenlernen will, bucht einen Catskitag. Eine umgebaute Pistenraupe bringt die Skifahrer auf die umliegenden Gipfel, wo die Powder-Runs richtig Spaß machen.

 

Hundeschlitten-Touren

— südlich von Anchorage

Unweit der Helikopter-Basis in Girdwood ist das Zuhause des „Chugach Express“ – einer Hundeschlittenfarm.

„Hundeflüsterer“ der freundlichen, schlauen und pfeilschnellen Huskies und Malamutes ist der in Köln aufgewachsene Dario Martinez. Unter seinem Kommando geht es über weite Ebenen und durch einsame Wälder rund um Girdwood. Die Gäste sitzen warm eingepackt im Schlitten. Wer möchte, kann sich von Dario die wichtigsten Kommandos beibringen und zum „Musher“ ausbilden lassen.

 

Langlaufen mitten in Alaskas Metropole

Kaum eine große Stadt hat ein so weitläufiges Loipennetz zu bieten wie Anchorage. Beliebt ist der Tony Knowles Coastal Trail mit einer großen Auswahl an Rundkursen. Hier finden auch nationale und internationale Langlauf-Wettbewerbe statt sowie die „Tour of Anchorage“ am 3. März 2013, ein populärer Volkslanglauf. Auch im Russian Jack Springs Park und auf dem Hillside Trail System sind Langläufer gut aufgehoben.

 

Exkursionen mit dem Schneemobil

Die endlosen Weiten Alaskas sind wie geschaffen für grenzenloses Schneemobil-Vergnügen. „Snowmachines“ nennt man in Alaska die Gefährte, die zum wilden Flitzen durch die weiße Wildnis einladen. Die besten Reviere ab Anchorage liegen südlich auf der Kenau Peninsula oder nördlich im Matanuska Valley.

Hotel Alyeska Resort: www.alyeskaresort.com

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